Herren

Torlos gegen Jeddeloh

Die Meinungen über das torlose Unentschieden gegen den SSV Jeddeloh gingen auseinander. Dane Kummerfeld und Jeddeloh-Kapitän Kevin Samide empfanden es als „0:0 der besseren Sorte“, Rico Bork fand die Partie dagegen „85 Minuten lang nicht ganz so gut anzusehen.“

Wobei sich alle einig waren: Es war wie bereits im Hinspiel eine Partie auf Augenhöhe. „Am Ende ist es ähnlich wie beim Hinspiel, dass man sich weitestgehend neutralisiert hat. Und dann geht das 0:0 auch in Ordnung“, resümierte der Jeddeloher Kapitän. Dane Kummerfeld sah „ein gutes Auf und Ab. In der ersten Halbzeit hatten wir nicht ganz den Zugriff, da war Jeddeloh besser. Am Ende hatte Rico Bork noch zwei gute Chancen, die er leider auf die Latte setzt. Am Ende ist es ein gerechtes 0:0.“

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt, denn neben einigen kleineren Torchancen gab es nur wenige Hochkaräter. Den ersten hatte Almir Ziga, dessen Schuß aus 18 Metern Fabian Grau ans Außennetz abfälschte (21.). Auf der Gegenseite setzte Lüneburg mit seinem frühen Anlaufen Michel-Leon Hahn unter Druck. Der schlug den Ball unkontrolliert nach vorne, Dylan Williams roch die Situation, sprintete in den Ball und legte direkt vor für Kangmin Choi, dem der Ball aber frei vor dem Tor auf dem unebenen Platz bei der Annahme versprang (34.). Kurz vor der Pause flog ein Ball von Hahn in den Strafraum, David legte den Ball zurück, unsere Abwehr konnte den Ball nicht klären und plötzlich lag die Kugel auf dem Fuß von Julian Bennert – Lars Huxsohl musste Kopf und Kragen riskieren, um seinen Kasten sauber zu halten (40.). Mit dem Pausenpfiff kam Yannik Nuxoll nach einem langen Behounek-Freistoß aus dem Mittelfeld frei zum Kopfball, bekam aber keinen Druck hinter den Ball, so dass der gute Jeddeloher Schlußmann Marcel Bergmann den Ball unter sich begraben konnte (45.).

Die zweite Hälfte entwickelte sich zunächst zu einer zähen Partie. Erst eine gute Viertelstunde vor Schluß kam zum ersten Mal wieder Torgefahr auf. Bergmann klärte eine Bork-Flanke vor die Füße von Dylan Williams, der den Ball blitzschnell in die Mitte spielte – dort rutschte der frei stehende Igwe fünf Meter vor dem Tor vor Schreck weg und verpasste es, den Ball im Jeddeloher Gehäuse unter zu bringen (73.). Es war der Auftakt für eine weitaus muntere Schlußphase, in der Rico Bork gleich zwei Mal den Siegtreffer auf dem Kopf bzw. Fuß hatte – eine Marxen-Flanke nickt der nach seiner Einwechselung auf Linksaußen eingesetzte Bork mit dem Kopf auf die Latte (88.), in der Nachspielzeit traf Bork, dieses Mal mit seinem schwächeren rechten Fuß, nach einem Behounek-Eckball ebenfalls nur Aluminium. „Der erste war schon schwierig zu nehmen, aber beim zweiten habe ich mich echt geärgert, danach wäre Schluß gewesen und wir hätten die drei Punkte eingefahren“, gab Rico Bork nach der Partie zu.

Und wer weiß, was passiert wäre, wenn Michael Igwe, nachdem er gleich zwei Mal Alexander Chiarodia austanzte, in der Mitte einen Abnehmer gefunden hätte (86.)… tat er aber nicht, so dass es am Ende bei einem leistungsgerechten Unentschieden blieb. „Wir hätten die drei Punkte gerne mitgenommen“, sagte Jens Martens nach dem Spiel. „Wir waren mit drei Großchancen in der Schlußphase dichter am Sieg dran. Von daher ist es ein bißchen schade, aber unterm Strich haben die Serien gehalten – wir sind in der Abstiegsstaffel noch unbesiegt und haben jetzt vier Spiele am Stück zu null gespielt.“ Dem folgte ein Lob an die Defensive. „Wir haben uns hinten stabilisiert, wir haben seit Wochen einen extrem souveränen Fabian Grau, Yannik Nuxoll hat viele Kopfballduelle gewonnen.“

Auch wenn Martens seine Elf noch nicht in Sicherheit sieht „haben wir jetzt 29 Punkte, die müssen die anderen erstmal kriegen. Wir haben mit dem Unentschieden Jeddeloh auf Distanz gehalten. Von daher ist das alles soweit in Ordnung. Wir haben natürlich heute auch schon ein bißchen taktiert, denn der Fokus liegt natürlich jetzt auch ein bißchen auf dem LOTTO-Pokal. Deswegen haben wir heute keinen Jordan Brown und keinen Nils Brüning, die beide angeschlagen sind, riskiert.“

Für uns geht es bereits am Dienstag weiter mit dem Viertelfinale im LOTTO-Pokal bei Inter Eidelstedt, am Samstag sind wir dann zum ersten Mal beim FC Oberneuland Bremen zu Gast.

Unsere Mannschaft:
Lars Huxsohl – Juri Marxen, Yannik Nuxoll, Fabian Grau, Dane Kummerfeld – Jonas Behounek – Noel Denis (72. Rico Bork), Pelle Hoppe (46. Philipp Müller), Dylan Williams (79. Jasper Hölscher), Kangmin Choi (67. Michael Igwe) – Jan Lüneburg (c)

Tore:
keine

Gelbe Karten:
Fabian Grau (4), Jasper Hölscher (3), Philipp Müller (2)

Schiedsrichter: Florian Böhm (Bremen)

Zuschauer: 378