Herren

U23 vor Aufstieg in Bezirksliga

Nach dem 3:0-Auswärtssieg beim Tabellenzweiten TuS Holstein Quickborn ist unsere U23 nur noch einen kleinen Schritt vom Aufstieg in die Bezirksliga entfernt.

Dabei tat sich die Paulat-Elf bei allerbestem Fußballwetter zunächst schwer, konnte sich trotz zahlreicher und teilweise lautstarker Unterstützung („Die ganze Unterstützung hat das Team und mich sehr gefreut – vielen Dank“) auf den Zuschauerrängen – insgesamt waren sage und schreibe 487 Zuschauer vor Ort – und optischen Vorteilen kaum Torchancen erarbeiteten.

„Beide Mannschaften waren in der ersten Halbzeit sehr verhalten, wollten bloß keinen Fehler machen“, blickte der Trainer zurück auf die ersten 45 Minuten und wertete diese für die Gastgeber. Denn: „TuS hatte die besseren Torchancen und hätte ein Ding reinmachen können.“ Insbesondere dann, wenn es schnell über Mats Ziri auf der linken Seite ging, der ein ums andere Mal zum Abschluss kam. Gut, dass wir mit Dave Ceesay einen Klassemann zwischen den Pfosten haben, der diese Duelle immer wieder für sich entscheiden konnte (24./26./45.). Unsere beste Möglichkeit hatte Ryan Essaka, der nach schönem Doppelpass mit Arshiya Khazali am gut reagierenden Quickborner Ersatzkeeper Paul Morich scheiterte (20.).

Den zweiten Durchgang eröffnete Holstein-Kapitän Jonathan Hüneburg mit einem Schuß aus zwanzig Metern, der knapp an Pfosten vorbei strich (50.). Auf der anderen Seite entschärfte Morich einen Freistoß von Regionalliga-Leihgabe Philipp Müller mit beiden Fäusten (57.). „Wir sind deutlich besser in die zweite Hälfte gekommen, es war lange Zeit ein Spiel auf Messers Schneide, beiden hatten Chancen. Wir waren allerdings zunächst nicht zwingend genug.“

Nach 70 Minuten bewies Trainer Jannik Paulat sein goldenes Händchen, wechselte den lange verletzten Kapitän Lars Kuchenbecker, der sich auf dem Platz sofort lautstark bemerkbar machte, sowie Mario Riesner ein. Und plötzlich schien ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen.“Plötzlich hatte die gesamte Mannschaft eine andere Körpersprache, plötzlich war dieses gewisse Etwas, das gefehlt hat, wieder da, er hat die Mannschaft gepusht“, adelte Paulat seinen lange schmerzlich vermissten Kapitän. Wie auf Knopfdruck war man plötzlich klarer und zielstrebiger in den Aktionen. Ayoub Akhber setzte sich von außen kommend gegen zwei Quickborner durch nagelte die Kugel an den Außenpfosten (73.), Sahin rettete per Kopf auf der Linie gegen den Schlenzer von Stevens Mpongo (74.).

Nach 79 Minuten hatten sich die Wechsel bereits ausgezahlt. Ein Eckball von der rechten Seite flipperte ein wenig durch den Holstein-Strafraum und landete vor den Füßen von Lars Kuchenbecker, der die Kugel zur Führung über die Linie stocherte (79.). Jonathan Hüneburg hätte um ein paar Haar den Ausgleich erzielt – sein Freistoß aus 22 Metern ging an den Außenpfosten (82.). Dann brach Ryan Essaka den Willen der Gastgeber. Philipp Müller steckte den Ball für Essaka in die Gasse, der den Ball an Torhüter Morich vorbei zum 2:0 ins Netz legte (85.). Nachdem Ayoub Akhber nur das Außennetz traf (86.), stach der zweite Joker: Ein Müller-Freistoß landete auf dem Knie (!) von Mario Riesner, von wo der Ball zum 3:0-Endstand ins Netz flog. „Es war ein würdiges Spitzenspiel, wie im Hinspiel war das deutlich besser als Kreisliga-Niveau. Für uns ist es super, dieses wichtige Spiel gewonnen zu haben“, strahlte der Coach nach der Partie. „Jetzt haben wir alles selbst in der Hand.“

Damit hat die Paulat-Elf nun drei Punkte Vorsprung vor Holstein Quickborn. Bei drei Punkten Vorsprung und einem um 12 Tore besserem Torverhältnis bei nur noch einem ausstehenden Spiel der Quickborner dürfte die Aufstiegswahrscheinlichkeit bei etwa 99% liegen. Um auf Nummer sicher zu gehen, benötigen wir aus den Heimpielen gegen Germania Schnelsen (3., Freitag, 20.00 Uhr) und TuS Holstein Quickborn (15.05.; 15.00 Uhr) noch einen Punkt.