Herren

Arbeitssieg für U23 im Derby

Die Zeiten des vergangenen Sommers und Herbstes, als unsere U23 Kreisliga-Fußball vom Allerfeinsten zeigte und die Gegner reihenweise auseinander nahm, sind schon lange vorbei. Doch die Ergebnisse stimmen weiterhin. „Wir können nur noch dreckig gewinnen“, stöhnte Trainer Jannik Paulat nach dem 2:0-Arbeitssieg gegen die Zweitvertretung von TuRa Harksheide und schwelgte in Erinnerung. „In der Vorbereitung konnten wir jedes Spiel in fast identischer Aufstellung spielen, haben auch gegen Bezirksligisten sehr gut ausgesehen.“ Davon ist man nun weit entfernt. „Wir haben viele Verletzte, spielen jedes Mal mit einer anderen Mannschaft. Da ist es kein Wunder, dass die Jungs nicht eingespielt sind.“ So musste man heute auf die Unterstützung von drei Spielern aus der U19 bauen, um überhaupt Auswechselspieler auf der Bank zu haben.

Während es im Hinspiel nicht nur dank der sechs Tore beim 3:3, sondern auch emotional, richtiges Derby-Feeling gab, verlief es heute abend deutlich entspannter. Unsere Jungs hatten optisch mehr vom Spiel, doch es dauerte bis kurz nach der Pause, als Stevens Mpongo den besten Spieler auf dem Feld, Ryan Essaka bediente, der die Kugel aus 14 Metern im langen Eck einschweißte (47.). Das dem Trainer-Team trotz des knappen Spielstandes nicht die Schweißperlen auf der Stirn kamen, lag daran, dass sich TuRa in der gesamten Partie nur eine Torchance erarbeiten konnte, als Marcel Nielsen nach einer guten halben Stunde das lange Eck nur knapp verfehlte. In der vierten Minute der Nachspielzeit traf der eingewechselte Hiward Sardarzai mit einem sehenswerten, direkt verwandelten, Freistoß zum 2:0-Endstand.

„Wir sind trotz – mal wieder – neuer Startelf gut ins Spiel gekommen, hatten gleich ein paar Chancen“, fasste Paulat die Partie zusammen. Nachdem Mario Riesner bereits nach 20 Minuten angeschlagen vom Feld musste „war ein kleiner Break drin. Wir hatten zwar ein paar gute Aktionen, standen aber zu tief, obwohl wir mutiger hätten sein müssen.“ Nachdem im zweiten Durchgang der Regen und teilweise auch Hagel hinzukamen wurde es „eher ein Kampfspiel. Von der Einstellung her haben die Jungs das super gemacht, aber es war nicht das, was wir uns fußballerisch erhofft haben. Aber Siege sind Siege und drei Punkte sind drei Punkte.“

Gute Besserung von unserer Seite an Harksheides Edmond Loubongo-M’Boungou, der verletzt ausgewechselt werden musste und ins Krankenhaus kam – wir drücken fest die Daumen, dass es nicht so schlimm ist und er schnell wieder fit wird.

Mit drei Punkten Vorsprung führt man aktuell die Tabelle vor dem TuS Holstein Quickborn an – genau dorthin verschlägt es unsere Mannschaft am Ostermontag (15.00 Uhr, Holstenstadion 2). Mit einem Sieg hätte man zwei Spieltage vor Saisonende sechs Punkte Vorsprung und den Aufstieg in die Bezirksliga quasi sicher, bei einer Niederlage wäre man gleichauf mit Quickborn und würde sich an den letzten beiden Spieltagen ein Kopf-An-Kopf-Rennen liefern.