Herren

Trainer sauer – nur ein Punkt in Heide

Sonnenschein, feinstes Fußballwetter und tolle Stimmung bei den Heider Fans sowie den mitgereisten Norderstedtern – erst nach dem Schlusspfiff gab es ein Donnerwetter, präsentiert vom Norderstedter Trainerteam. „Wir sind stocksauer“, begann Jens Martens. „Ich kann nicht verstehen, wie wir hier nur Unentschieden spielen konnten.“ Nach einem Lob an die „aufopferungsvolle Abwehrarbeit der Heider, die sich bis zum geht-nicht-mehr reinhauen und leidenschaft jeden Schußversuch von uns blocken“, legte Martens nach. „Heide schießt drei Mal richtig auf unser Tor und macht daraus zwei Tore. Wir haben trotzdem fünf, sechs richtig gute Möglichkeiten, treffen zwei Mal Aluminium und machen die Dinger nicht.“

Dabei ging es eigentlich gut los. Es waren gerade einmal sieben Minten gespielt, da schlenzte Nils Brüning den Ball an den langen Pfosten (7.). 180 Sekunden später schlug Nils Brüning den Ball Richtung Strafraum, Patrick Storb kam vor Jan Lüneburg an den Ball, köpfte aber Dylan Williams an. Der lief mit dem Ball Richtung Strafraum und überwand aus zehn Metern Torhüter Raphael Bartell zum frühen 1:0 (10.). Auch in der Folge hatte das Martens/Smith-Team die Begegnung im Griff, strahlte spielerisch und optisch Überlegenheit aus. Gefährlich wurde es zunächst nur, als eine Flanke von Yannic Peters gefährlich quer durch den Strafraum segelte, allerdings an Freund und Feind vorbei (13.).

Auf Norderstedter Seite hätte Evans Nyarko frühzeitig für Ruhe sorgen können – sein Schuss ging zwei Meter am Tor vorbei (17.), dann startete Elias Saad bei einem Brüning-Zuspiel nach einem Fehler im Heider Aufbauspiel zu früh: Abseits, der frühere Barmbeker wäre frei durch gewesen (21.). Für einen ersten Hallo Wach Moment sorgte Luca Ubben, der den Ball für Marvin Ehlert durchsteckte – Lars Huxsohl machte sich ganz breit, parierte hervorragend (27.). Fünf Minuten später stand Huxsohl erneut im Mittelpunkt des Geschehens. Ein Schuß von Oke Paulsen traf Dane Kummerfeld am Gesäß, der Ball ging hoch in die Luft und fiel wie einer Bogenlampe wieder runter. Lars Huxsohl stürmte aus dem Tor und wollte den Ball vor Luca Ubben abfangen, der zu Boden ging – nach kurzem Zögern entschied Schiedsrichter Felix Bickel auf Elfmeter. „Lars hat ihn nicht berührt“, war sich Torwart-Trainer Marc Kassler, der hinter dem Tor stand, sicher. Sei es drum, Marvin Ehlert griff sich die Kugel und verwandelte souverän zum Ausgleich (34.). 120 Sekunden später hätte Heide sogar in Führung gehen können, doch Hinrich Schröder traf nur das Außennetz (36.). Auf der gegenüberliegenden Seite traf Jan Lüneburg mit seinem Abschluss nach Vorarbeit von Fleißbiene Dylan Williams nur Hinrich Schröder (38.).

Kurz vor der Pause zahlte sich die spielerische Überlegenheit der Gäste aus. Nach einem Foul von Schröder an Elias Saad schoß Jan Lüneburg den fälligen Freistoß aus 17 Metern zunächst in die Mauer – der Abpraller landete jedoch vor den Füße von Dylan Williams, der sich so langsam zum Torjäger mausert und die Kugel aus 20 Metern in den rechten oberen Torwinkel schoß.

Die zweite Halbzeit startete mit einer Chance für Jan Lüneburg, der eine Hereingabe von Elias Saad nur um Zentimeter verpasste. Besser machten es die Gastgeber. Schröder brachte einen Richtung Strafraumgrenze, wo Marvin Ehlert zunächst im Duell mit Yannik Nuxoll wegrutschte. Ubben kam aber an den Ball und legte für Ehlert ab, der gleich drei Norderstedter um sich hatte, aber trotzdem zum Abschluß kam und mit einem platzierten Flachschuß den Ausgleich erzielte (53.).

Norderstedt mühte sich weiter gegen die stark kämpfenden Dithmarscher. Dylan Williams traf den Ball nicht richtig (56.), der eingewechselte Philipp Müller scheiterte am glänzend reagierenden Torhüter Bartell, im Nachsetzen stand Elias Saad im Abseits (66.), kurze Zeit später trat Müller nach Zuspiel von Saad über den Ball (72.). Die beste Eintracht-Chance des zweiten Durchgangs hatte Jan Lüneburg, der einen Kummerfeld-Freistoß an die Unterkante der Latte köpfte (73.). Lüne war heute nicht gerade vom Glück: Nach einem starken Zuspiel grätschte Peters dem einschußbereiten Mittelstürmer den Ball noch vom Fuß (76.).

Nach 84 Minuten war Heide nur noch zu zehnt: Der bereits gelb verwarnte Patrick Storb foulte an der eigenen Eckfahne Elias Saad und musste früher duschen gehen. Den fälligen Freistoß brachte Philipp Müller in die Mitte – zwar landete die Kugel über Umwege im Tor, der Schiedsrichter hatte jedoch ein Offensivfoul gegen Neelsen gesehen. Zwei Minuten später kam Elias Saad im Duell mit Steffen Neelsen zu Fall. Schiedsrichter Bickel entschied wohl zurecht auf weiterspielen. Dylan Williams hatte kurz vor Schluss noch den Siegtreffer auf dem Fuß, setzte den Ball nach Ablage von Jan Lüneburg jedoch neben den Pfosten (89.), so dass es am Ende beim 2:2 blieb.

Wir müssen am kommenden Samstag zum Rückrunden-Aufttakt beim 1.FC Phönix Lübeck ran.

 

Unsere Mannschaft:
Lars Huxsohl – Juri Marxen, Yannik Nuxoll, Fabian Grau, Dane Kummerfeld – Jonas Behounek – Nils Brüning (79. Michael Igwe), Dylan Williams, Evans Nyarko (61. Philipp Müller), Elias Saad – Jan Lüneburg (c)

Tore:
1:0 Dylan Williams (10.; Vorlage: Fabian Grau)
1:1 Marvin Ehlert (35.; Foulelfmeter)
2:1 Dylan Williams (44.; Vorlage: Jan Lüneburg)
2:2 Marvin Ehlert (53.)

Gelbe Karten: Huxsohl (1), Nils Brüning (1)

Schiedsrichter: Felix Bickel (Wolfsburg)

Zuschauer: 792