Herren

Niederlage bei Marxen-Comeback

In Flensburg ist alles wie immer – enge Spiele und am Ende hat der SC Weiche Flensburg 08 ein Tor mehr als wir auf der Uhr. So auch heute.

Dabei hatte unser Trainerteam die Mannschaft gegenüber dem Altona-Spiel auf gleich vier Positionen verändert. Für den verletzten Philipp Koch kam Evans Nyarko in die Mannschaft, Dane Kummerfeld und Jasper Hölscher rotierten für Elias Saad und Kangmin Choi in die Mannschaft, im Sturm ersetzte Neuzugang Aladji Barrie zunächst Jan Lüneburg. Olufemi Smith verwies dabei auf die kräftezehrenden englischen Wochen und das man auch anderen Spielern die Chance geben wollten, denn “alle unsere Jungs können Regionalliga spielen.” Soviel sei vorweg genommen: Alle vier zeigten genau das und empfahlen sich für weitere Einsätze. Besonders positiv fiel der erste Regionalliga-Startelfeinsatz von Jasper Hölscher auf, der sich unerschrocken in die Zweikämpfe gegendas wohl robusteste Team der Liga warf, viele Bälle holte und seine Mannschaftskollegen immer wieder anfeuerte. Chapeau, Jasper, gerne mehr davon!

Hölscher war es auch, der die erste Torchance hatte, als er sich gemeinsam mit dem einsatzfreudigen Aladji Barrie den Ball im Strafraum der Flensburger eroberte, Florian Kirschke den Ball aber in der kurzen Ecke entschärfen konnte. Die Chance weckte Flensburg, die danach das Spiel weitestgehend unter Kontrolle hatten, mehr Ballbesitz hatten und sich ein Plus an Torchancen erarbeiten konnten. Fast zwangsläufig ging Weiche in Führung, als Marcel Cornils in der Mitte eine flache Hereingabe von ex-Profi Patrick Herrmann veredeln konnte (17.).  Dominic Hartmann hätte fünf Minuten später erhöhen können, traf mit seinem strammen Schuss allerdings nur den Pfosten (22.). Für weitere Gefahr sorgte ein Eckball, der quer durch den Strafraum an Freund und Feind vorbei segelte (26.). Für ein wenig Befreiung sorgte ein Konter über Dane Kummerfeld, den Aladji Barrie aber im Strafraum nicht kontrollieren konnte (36.), sowie ein Distanzschuß von Rico Bork (38.), der einen guten Meter über den Querbalken strich. Mit dem Pausenpfiff drückte Flensburg noch einmal aufs Gaspedal. Zunächst konnte Lars Huxsohl noch einen Kopfball von Kevin Schulz entschärfen (44.), doch keine 120 Sekunden später war er machtlos, als Cornils steil geschickt wurde, Huxsohl umkurvte und den Ball zum 2:0 einschob. Direkt danach war Pause.

Die zweite Halbzeit begann zunächst ereignislos – bis Dane Kummerfeld Nils Brüning auf die Reise schickte, der den Ball von der linken Außenbahn scharf in die Mitte brachte. Dylan Williams kam mit der Fußspitze an den Ball und verkürzte auf 1:2 (57.). Direkt im Gegenzug hätte Christopher Kramer den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen können, ja müssen. Sein Schuss verfehlte das Tor nur um Zentimeter. Es war der letzte auffällige Besuch der Flensburger im Norderstedter Strafraum, das Spiel drohte aus Flensburger Sicht zu kippen. Norderstedt fasste neuen Mut, hatte plötzlich mehr Ballbesitz, am jedoch nur selten gefährlich vors Tor der Gastgeber. Jan Lüneburg kam nach einer Flanke von Jonas Behounek an den Ball, köpfte die Kugel allerdings in die Arme von Florian Kirschke (78.). Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Nils Brüning, der nach einem feinen Doppelpass mit Choi plötzlich frei vorm Tor war – Kirschke warf sich dem Norderstedter Angreifer mutig entgegen und konnte den Ball abwehren (80.). Mit dem Schlusspfiff kam Eintracht letztmals gefährlich vors Tor, der Ball flog hin und und her und schließlich Richtung Kangmin Choi. Bevor dieser an den Ball kam, griff Weiche-Torhüter Kirschke allerdings zu und vereitelte damit auch die letzte Möglichkeit des Spiels.

Der Feelgood Moment des Tages kam fünf Minuten vor Schluss, als Juri Marxens Leidenszeit nach elf Monaten ein Ende fand und er für Dylan Williams in die Partie kam – Welcome Back, Juri!

Unsere Mannschaft:
Lars Huxsohl – Jonas Behounek, Hamajak Bojadgian (c), Fabian Grau, Dane Kummerfeld – Evans Nyarko (61. Elias Saad), Rico Bork – Jasper Hölscher, Dylan Williams (85. Juri Marxen), Nils Brüning – Aladji Barrie (61. Jan Lüneburg)

Tore:
1:0 Marcel Cornils (17.)
2:0 Marcel Cornlis (45.+1)
2:1 Dylan Williams (57.; Vorlage: Nils Brüning)

Gelbe Karten: Rico Bork (3), Evans Nyarko (1), Hamajak Bojadgian (1)

Schiedsrichter: Carsten Wessel (Lamstedt)

Zuschauer: 721