Herren

Reenald Koch zur Lage der Regionalliga

Der Norddeutsche Fußball-Verband veröffentlichte zum aktuellen Status der Regionalliga kürzlich den folgenden Text:

Er ist der Präsident von Eintracht Norderstedt und zudem Vorsitzender des Regionalliga-Ausschusses im Norddeutschen Fußball-Verband. Man darf also davon ausgehen, dass Reenald Koch gut informiert ist und eine ganze Menge Feedback bekommt von den Vereinen der vierten Liga. Es gibt jedenfalls viel zu besprechen in diesen Tagen, dabei geht es natürlich in erster Linie um den Lockdown und die Folgen für den Fußball. Gespielt wird frühestens im neuen Jahr, aber letztlich ist alles abhängig von der Entwicklung der Corona-Pandemie. „Alle hoffen auf den Januar“, sagt Reenald Koch.

Diese Hoffnung, sie hat natürlich einen Hintergrund. Er beschreibt auch die aktuellen Nöte der Vereine. Sie betreffen nicht zuletzt die Einnahmesituation. Und dabei wird deutlich, wie wichtig für viele Beteiligten eine Austragung ihrer Heimspiele vor Zuschauern wäre. „Es gibt ja Vereine, die sogar noch eine Platzmiete bezahlen müssen“, sagt Reenald Koch. Stehen den Fixkosten keine Einnahmen gegenüber, ist einem Klub natürlich nur wenig geholfen. Koch: „Und deshalb brauchen wir die Zuschauer, und wenn es nur 500 sind.“

Für den Ausschussvorsitzenden deutet sich indes eine Lösung an. Er setzt nämlich auf die nun bald zu erwartenden Impfungen. Verlaufen die kommenden Wochen tatsächlich positiv, könnte im Januar wieder etwas gehen in Richtung eines Mannschaftstrainings. „Unser Wunsch wäre dann eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Februar, weil wir aufgrund der Pause mindestens eine Vorbereitung von vier Wochen benötigen“, so Reenald Koch. Er ist also vorsichtig optimistisch.

Eine zuverlässige Prognose lässt sich ja auch nicht stellen. Zu viele Faktoren werden den Verlauf der nahen Zukunft bestimmen – und die Wünsche der Regionalliga-Vereine zählen allenfalls am Rande dazu. „Der gesamte Amateurfußball hat im Moment einen schweren Stand“, findet Reenald Koch. Letztlich gelte es aber zu akzeptieren, dass der Gesundheit ein Vorrang eingeräumt wird. Daraus ergibt sich für den Eintracht-Präsidenten allerdings noch ein ganz anderer Lösungsansatz: „Wir müssen alles erdenklich Mögliche dafür tun, dass unser Inzidenzwert wieder flächendeckend unter 50 sinkt – und das haben wir in der eigenen Hand.“