Herren

Wir sind Pokalsieger!

Mit einem 5:1-Sieg haben wir am heutigen Nachmittag überraschend deutlich gegen den TSV Sasel gewonnen, sind damit endlich wieder Hamburger Pokalsieger und dürfen uns auf Spiel gegen Bayer Leverkusen freuen.

Dabei begann die Partie für uns zunächst mit einem Schreckmoment. Nach nicht einmal einer gespielten Minuten gab es Freistoß für Sasel. Nico Zankl drosch die Kugel in die Mauer, der Abpraller landete erneut bei Zankl, der aus 25 Metern direkt abzog – der Ball wurde von der Mauer abgefälscht und landete an der Torlatte. Im zweiten Versuch nahm Lichy das Leder direkt, schoß den Ball jedoch in die Arme von Lars Huxsohl. Sasel drückte weiter aufs Tempo, wollte ein frühes Tor erzielen. Erneut kam der junge Lichy nach einer schönen Einzelaktion von Deran Toksöz an den Ball und verfehlte das Tor mit seinem Schuss aus 12 Metern nur knapp (5.).

Wir bekamen zunächst keinen wirklichen Zugriff aud das Saseler Spiel, die die erste Viertelstunde klar mehr von der Partie hatten. Doch dann landete ein Klärungsversuch vor den Füßen von Rico Bork, der den Ball aus 20 Metern mit Lichtgeschwindigkeit in den Giebel knallte – die frühe Führung für unsere Mannschaft (16.). Sieben Minuten später machte Bork selbst die Führung wieder zunichte, indem er Timo Adomat im Strafraum unfair stoppte – fand zumindest Schiedsrichter Adrian Höhns, der ansonsten sehr, sehr viel laufen ließ. Hier war es eine knifflige Situation, bei der Bork sehr viel Ball und sehr wenig Gegner traf, wie die TV-Bilder später zeigten. Das interessierte Nico Zankl allerdings nicht. Sasels Zehner griff sich den Ball, schickte Lars Huxsohl in die falsche Torecke und traf zum Ausgleich (23.).

Der hielt jedoch nicht lange – Jan Lüneburg, der sich in bestechender Frühform befindet, jederzeit anspielbar ist und bereits in Viertel- und Halbfinale traf veredelte ein Zuspiel von Jordan Brown, indem er aus elf Meter den Ball mit Gewalt im kurzen Eck unterbrachte – 2:1 (25.).

Nach dem erneuten Führungstreffer bekamen wir die Partie deutlich besser unter Kontrolle, fanden zur gewohnten Griffigkeit und Sicherheit und hatten nun deutlich mehr Spielanteile, auch wenn Sasel noch einige Male am Ausgleich schnupperte: Der sehr agile Zankl überlupfte Lars Huxsohl – doch kurz vor der Linie rettete Fabian Grau für seinen geschlagenen Keeper (31.). Vier Minuten später war es erneut Zankl, der mit einem Freistoß das Tor knapp verpasste (40.).

Kurz vor der Pause noch einmal mächtig Aufregung: Koch schlug einen Freistoß in den Strafraum, Evans Nyarko, der erst zwei Minuten zuvor für Rico Bork (Zerrung) eingewechselt wurde, kam zum Abschluss, doch Take konnte den Ball zunächst blocken. Das Leder landete  daraufhin bei Johann von Knebel, der den Ball nicht richtig traf und plötzlich ging Yannik Nuxoll in der Mitte zu Boden – das bedeutete gleich zwei Mal Aufregung: Hatte Take den Ball mit dem Oberarm gestoppt? Und hatte Marin Mandic beim Klärungsversuch Yannik Nuxoll elfmeterreif getroffen? Der Schiedsrichter entschied in beiden Fällen auf “nein” und ließ weiterspielen.

Das Trainerteam zeigte sich in der Halbzeit zwar mit dem Ergebnis zufrieden, jedoch nicht mit dem, was sie auf dem Feld gesehen hatten. So gab es mit dem Pausentee ein paar deutliche Worte. Und eine Eintracht, die nach ausgeglichener ersten Halbzeit in der zweiten Hälfte ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollte. Und wurde. Nick Gutmann hatte auf der rechten Außenbahn viel Platz zum Flanken und fand in der Mitte Jan Lüneburg, der vor Marin Mandic am Ball war und den Ball aus sieben Metern per Kopf im Tor versenkte (54.).

Der Treffer traf die Saseler ins Mark, die nach einem Doppelwechsel noch zwei Torchancen hatten – Jordan Brown blockte einen Schuß von Gerken aus guter Position (63.), Marc-Oliver Timm trat einen Freistoß von der Strafraumgrenze über das Tor (64.). Doch damit war das Pulver verschossen, was unsere Jungs zu weiteren Toren nutzen konnte. Johann von Knebel schickte mit viel Auge Dane Kummerfeld auf die Reise, der bis zur Grundlinie durchsprintete und den Ball dann in den Rückraum brachte – dort stand der eingewechselte Evans Nyarko, der den Fuß reinhielt und zum 4:1 traf (70.).  Vier Minuten später machte Johann von Knebel den Deckel drauf. Nick Gutmann flankte den Ball von der rechten Seite auf Jordan Brown, dessen Schuß noch geblockt wird. Allerdings direkt vor die Füße von Knebel, der per Direktabnahme den 5:1-Endstand herstellte (74.). Evans Nyarko (88.) und Johann von Knebel (89.) hatten noch die Möglichkeit auf ein sechstes Tor, aber das wäre dann des guten auch deutlich zu viel gewesen…

 

Tore:
1:0 Rico Bork (16.)
1:1 Nico Zankl (23., Foulelfmeter)
2:1 Jan Lüneburg (25.; Vorlage: Jordan Brown)
3:1 Jan Lüneburg (54.; Vorlage: Nick Gutmann)
4:1 Evans Nyarko (70.; Vorlage: Dane Kummerfeld)
5:1 Johann von Knebel (74.)

Die Hamburger Pokalsieger:
Lars Huxsohl – Juri Marxen, Yannik Nuxoll, Fabian Grau, Rico Bork (42. Evans Nyarko) – Philipp Koch – Nick Gutmann (80. Alexandre da Cunha), Jordan Brown, Johann von Knebel, Dane Kummerfeld – Jan Lüneburg (76. Corey Williams)

Schiedsrichter: Adrian Höhns (Dassendorf)