Herren

Bei Abbruch DFB-Pokal?

Was das Hamburger Abendblatt da gestern herausgefunden hat, dürfte für einige Diskussionen im Hamburger Amateurfußball sorgen:

In Paragraph 24, Absatz 2, der Spielordnung des Hamburger Fußball-Verbandes heißt es: „Können Vereine für die Teilnahme am DFB-Vereinspokal nicht termingerecht ermittelt werden, melden die spielenden Ausschüsse den Verein, der zu Meldetermin noch im Pokalwettbewerb vertreten und in der höchsten Spielklasse bestplatziert ist.“

Das heißt übersetzt: Muss der LOTTO-Pokal auf Grund der Corona-Krise abgebrochen werden, bestimmt der HFV den Verein, der am DFB-Pokal teilnimmt – und das sind gemäß der Statuten wir.

Doch bis dahin ist es noch weit, HFV-Pressesprecher Carsten Byernetzki betont, dass der Verband nichts unversucht lassen, um den Pokalwettbewerb noch irgendwie durch zu ziehen und in einem sportlichen Wettbewerb zu Ende zu bringen.

Dass der Passus bei den anderen Vereinen gar nicht gut ankommt, verwundert nicht. Söhren Grudzinski, ehemaliger SCN-Spieler und heute Fußball-Chef des TSV Sasel, äußerte im Hamburger Abendblatt bereits vor einigen Tagen seinen Wunsch, den Pokalwettbewerb zu Ende zu spielen. „Sollte dies nicht am aktuell verschobenen Finaltag der Amateure möglich sein, sollte man über die Ermittlung eines Pokalsiegers im Elfmeterschießen nachdenken.“ Außerdem plädiert er dafür, dass der Paragraf gestrichen werden sollte. Auch BU-Boss Frank Meyer wünscht sich im Abendblatt eine andere Lösung: „Alle anderes als eine sportlich faire Lösung wäre sehr verwunderlich.“

Auch Reenald Koch und unser Trainer-Team hoffen natürlich auf eine sportlich faire Lösung. Wenn es nicht dazu kommen sollte, werden wir uns allerdings auch nicht über den Passus in den Statuten beschweren. Für Reenald Koch wäre übrigens auch – wie im Ligabetrieb angedacht – eine Quotientenregelung der letzten Pokaljahre eine denkbare und fairere Variante. Nach dieser Regelung wäre das beste im Wettbewerb verbliebene Team der letzten Jahre: Eintracht Norderstedt.