Herren

Olufemi Smith im Interview

Nach dem letzten Testspiel gegen den SV Eichede haben wir uns mit Olufemi Smith zum aktuellen Stand des Teams unterhalten.

EN: „Femi, das Spiel gegen Eichede war ein letzter echter Härtetest. Wie ist die Vorbereitung gelaufen, wie weit ist die Mannschaft?“

OS: „Wir haben eine sehr ordentliche Vorbereitung gehabt. Die Jungs haben wirklich gut gearbeitet in den letzten Wochen, da waren einige sehr intensive Einheiten bei. Wir hatten sechs Testspiele dabei, abgesehen von der ersten Halbzeit gegen Paloma haben wir uns da sehr gut präsentiert und die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt. Das Wichtigste dabei ist natürlich, dass man neben der Fitness, die man sich erarbeitet, auch einigermaßen verletzungsfrei durch so eine Vorbereitungsphase kommt. Das ist uns leider nicht hundertprozentig gelungen. Ansonsten können wir aber mit der Vorbereitung sehr zufrieden sein. Wir haben jetzt noch eine Woche Zeit, um uns auf den Start, auf den wir uns alle sehr freuen, vorzubereiten.“

EN: „Bei welchen Spielern ist es Euch denn nicht gelungen, sie verletzungsfrei durch die Vorbereitung zu bringen?“

OS: „Längere Ausfallzeiten haben wir bei Nick Brisevac, der noch nicht wieder voll ins Training einsteigen konnte. Wir sind da im regen Austausch mit den Ärzten und hoffen, dass er schnellstmöglich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Fahri Akyol hat sich im Training leider wieder verletzt, da müssen wir gucken, wie sich das entwickelt. Der hat wirklich eine richtige Pechsträhne.“

EN: „Wieder das Kreuzband?“

OS: „Das Knie hat sich nach der Trainingsbelastung und einem Zweikampf im Training wieder gemeldet. Da hoffen wir, dass es nicht so schlimm ist und die Ärzte eine gute Lösung finden. Wir können aber aktuell nicht mit ihm planen.“

EN: „Wer fällt noch aus?“

OS: „Lennart Keßner muss nach seinem Muskelfaserriss noch eine Woche individuell trainieren, bevor er wieder mit der Mannschaft arbeiten darf. Anton Lattke hat noch Probleme mit dem Knie, Alexandre da Cunha geht aktuell noch mit Gehhilfen. Der Mittelfußbruch muss ja auch erstmal ausheilen, das wird noch etwas dauern. Und Juri Marxen ist auch noch nicht wieder zurück von seiner Weltreise.“

EN: „Und heute mussten Jordan Brown und Johann von Knebel angeschlagen ausgewechselt werden…“

OS: „Johann hat in einem Zweikampf was abbekommen. Das sollte aber nichts Schlimmes sein, wir gehen davon aus, dass er Sonntag spielen kann. Bei Jordan müssen wir mal abwarten und gucken, was es genau ist und wie schwerwiegend es ist. Nichtsdestotrotz haben wir eine Menge guter Fußballer hier und sind frohen Mutes für Sonntag.“

EN: „Zum Start kommt nun ausgerechnet der VfL Wolfsburg nach Norderstedt… ist das Fluch oder Segen, gegen die Jungwölfe zu beginnen?“

OS: „Das macht es ja eigentlich ganz angenehm. Keiner erwartet was von dir, du kannst einfach raus gehen, Spaß haben und für eine Überraschung sorgen. Es ist eine tolle Sache, dass wir gegen den Tabellenführer starten. Ich sehe es aber weder als besonders negativ noch lässt es mich überschwänglich jubeln. Es ist eine spannende, eine tolle Aufgabe, auf die wir uns freuen.“

EN: „Wie geht man so einen Gegner an, gegen den man schon fast traditionell auf die Fresse kriegt?“

OS: „Es sind ja viele neue Leute im Team und ums Team herum dabei, die von dieser Negativhistorie gar nicht viel mitbekommen haben. Natürlich ist uns bekannt, wie das Hinspiel gelaufen ist. Nun wollen wir zeigen, dass wir dazu gelernt haben, es anders angehen und besser machen werden. Das ist so ein bißchen meine Zielsetzung und meine Hoffnung.“

EN: „Ich sehe es an deinem Grinsen: Ihr habt schon einen kleinen Matchplan im Hinterkopf, wie ihr die Wölfe knacken wollt?“

OS: „Ja, haben wir. Mit Sicherheit, ganz klar. Wir haben uns in den letzten Wochen sehr gut vorbereitet und haben in Bezug auf Wolfsburg schon eine gute Vorstellung davon, was wir auf den Platz bringen wollen. Und dann schauen wir mal, wie der Tabellenführer damit umgeht und ob wir dagegenhalten und was mitnehmen können. Das ist eine große Aufgabe, aber nicht unmöglich. Ganz klar: Wir wollen das Spiel gewinnen!“