2019 – Januar: Marcus Sellhorn

Mehr oder weniger täglich könnt ihr Beiträge von unserem Online-Spezi Marcus Sellhorn auf Facebook, Instagram, unserer Website oder über unsere App lesen, dazu führt er Monat für Monat für Euch das Interview des Monats mit verschiedensten Personen aus dem Verein. Die Weihnachtszeit war für unsere Vize-Präsidentin Julia Karsten-Plambeck Anlass, zu hinterfragen: wer ist das eigentlich, der Euch da regelmäßig online über Eintracht Norderstedt informiert, wie kommt er dazu und: warum macht er das eigentlich?

EN: „Hallo Marcus, ich freue mich, dich heute zum Interview des Monats begrüßen zu können. Eigentlich bist du ja derjenige, der immer die Interviews führt. Heute drehen wir den Spieß mal und ich darf dir Löcher in den Bauch fragen. Bevor wir ans Eingemachte gehen, erzählst du vielleicht mal drei, vier Sätze über dich.“

MS: „Klar. Ich bin Marcus Sellhorn, 39 Jahre alt und komme ursprünglich aus Tangstedt. Seit ich Anfang der 1990er auf die weiterführende Schule gekommen bin, bin ich gefühlter Norderstedter, 2003 bin ich dann nach Norderstedt gezogen und seitdem ganz offiziell hier zu Hause. Tagsüber arbeite ich in der IT-Tochterfirma eines großen deutschen Lebensmittelhändlers in Hamburg, nach Feierabend dreht es sich dann vorrangig um Eintracht.“

EN: „Wie bist du zu Eintracht Norderstedt gekommen?“

MS: „Das habe ich meinem Cousin zu verdanken. Ich bin eigentlich jemand, der keine wirklichen Outdoor-Hobbys hat und viel Zeit drinnen verbringt. Und im Sommer war ich dann irgendwann von mir selbst angenervt und dachte ‚du musst mal irgendwie rauskommen und draußen ein bißchen Zeit verbringen, das Wetter ist so gut.‘ Irgendwann kam mir die Idee, man könnte doch mal Fussi gucken und zu Eintracht Norderstedt gehen. Ich habe meinen Cousin, mit dem ich regelmäßig zum Sport gehe, angesprochen, ob er nicht Lust hätte, mal mitzukommen. Er meinte nur ‚ich gehe da seit ein paar Monaten mit meinen Kumpels mehr oder weniger regelmäßíg hin. Wenn du Lust hast, kannst du dich gerne anschließen.‘ Das habe ich gemacht und seitdem relativ wenige Spiele verpasst…“

EN: „Das heißt, du standest zuerst in der Fankurve und hast dir die Spiele von dort angeguckt.“

MS: „Ja, wir sind ganz klassisch ins Stadion gegangen und haben bei einem Kaltgetränk und einer Wurst Fußball geguckt und die Mannschaft angefeuert. Halt ein ganz normales Fandasein. Und darüber hat sich das dann alles nach und nach entwickelt.“

EN: „Da kommen wir gleich noch drauf zu sprechen. Mich würde mal interessieren: als du die ersten Spiele gesehen hast, was ist dir so durch den Kopf gegangen?“

MS: „Auf jeden Fall ist mir sofort aufgefallen, dass es ein anderer Fußball ist als in der Bundesliga. So ein bißchen zurück zu den Wurzeln des Fußballs. In der Bundesliga wird vor jedem Freistoß erstmal geguckt, ob die Haare richtig sitzen. Und nach dem Spiel sind dann Sachen wichtig wie Autos und Tattoos… Profi-Fußball erweckt bei mir das Gefühl, dass der Fußball nur Mittel zum Zweck ist, um sich selbst zu vermarkten. Hier wird Fußball gelebt, hier wird Fußball gearbeitet. Das ist irgendwie realer, richtiger Fußball, das ist einfach der Fußball, den ich mag. Es hat Spaß gemacht, den Jungs zuzugucken, weil du merkst, dass die mit Leidenschaft spielen. Was mir zu dem Zeitpunkt auch aufgefallen ist, dass es eigentlich nur klassisches Sitzplatzpublikum gab. Da gab es mal Jubel und Applaus, wenn ein Tor fiel. Aber Stimmung wie man es aus Fankurven kennt, gab es nur von drei, vier Leuten. Das war ein bißchen schade, so dass wir dann versucht haben, ein bißchen Stimmung mit reinzubringen.“

EN: „Weißt du noch, welches das erste Spiel war, dass du gesehen hast?“

MS: „Ehrlich gesagt nicht. Das muss Ende der ersten Regionalliga-Saison gewesen sein. Ich erinnere mich gut an das Saisoneröffnungsspiel gegen den VfR Neumünster in unserem zweiten Regionalliga-Jahr. Ich weiß auch noch, dass ich mir in der Sommervorbereitung davor ein paar Testspiele angesehen habe und das Oddset-Pokal-Spiel gegen den NCG FC Hamburg. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit irgendwelchen Testspielen in der Provinz angefangen habe, da müssen noch Spiele davor gewesen sein, die ich gesehen habe… aber ich kriege es nicht mehr zusammen.“

EN: „Also kann man sagen: Liebe auf den ersten Blick.“

MS: (lacht) „Wenn du das so formulieren möchtest, ja. Ich bin ja gebürtiger HSVer, hatte über 20 Jahre eine HSV-Dauerkarte. Da merkst du sofort den Unterschied. Natürlich ist es beeindruckend, wenn man da mit 10.000 anderen Menschen in der Kurve steht und Stimmung macht. Aber du bist eben nur einer von tausenden und, sein wir mal ehrlich, ob ich da bin oder in China fällt ein Sack Reis um, das kriegt doch keiner mit und macht keinen Unterschied. Und hier wirst du sofort wahrgenommen, auch wenn du da mit den anderen Jungs im Block stehst. Das haben die Spieler auch immer wieder in den Interviews bestätigt. Sie sehen die Jungs immer wieder und freuen sich, bekannte Gesichter zu sehen. Da fällt es gleich auf, wenn du mal nicht da bist. Das schafft sofort eine Bindung und macht sicherlich auch das familiäre hier aus.“

EN: „Das waren deine Anfänge als Fan. Wie kam es dazu, dass der Kontakt zum Verein intensiver wurde.“

MS: „Dazu muss ich vielleicht ein bißchen ausholen. Auslöser für mich war das Oddset-Pokal-Spiel in Buchholz Anfang 2015… das Spiel ist zwei Mal kurzfristig wegen Unbespielbarkeit des Platzes ausgefallen. Und es gab dazu absolut keine Informationen. Eintracht hatte zwar eine Website, wo aber nur die nötigsten Informationen draufstanden. News gab es gar nicht, eine Social Media-Seite hatte man nicht. Es gab nur eine inoffizielle Facebook-Seite, die aber auch nicht immer aktuell war. Zu dem Zeitpunkt lag die Seite auch schon im Sterben und verschwand kurz darauf ganz. Wie dem auch sei, ich stand wortwörtlich schon in Jacke und Stiefeln bei mir im Hausflur und habe noch ein letztes Mal auf die Seite geguckt, ob das Spiel auch wirklich stattfindet. Und unter dem letzten Posting hatte Christopher Herbst zwei Minuten vorher geschrieben, dass das Spiel ausfällt und uns damit davor bewahrt, unnötig nach Buchholz zu fahren. Da waren wir schon ein bißchen genervt und dachten ‚das kann nicht sein, der Verein muss doch seine Fans informieren, dass das Spiel nicht stattfindet.‘ Wir waren ja sicher nicht die einzigen, die da umsonst hingefahren sind oder wären. Irgendwann war die Facebook-Fanseite ganz weg und es gab gar keine aktuellen Informationen mehr. Nach ein paar Wochen habe ich mit meinen Jungs gesprochen und sie gefragt, was sie davon halten würden, wenn ich eine Facebook-Fanseite mache, um allen Eintrachtlern eine Anlaufstelle zu bieten. Die Idee kam bei meinen Stadionjungs gut an, so dass ich dann in der Sommerpause die Fanseite gebastelt habe. Dann hat sich das relativ schnell verselbständigt. Damals konnte man noch sehen, wer seine Seite liked. Unter den ersten 30 Likern waren glaube ich 15 Spieler… da dachte ich schon ‚yeah, da habe ich wohl einen Nerv getroffen.‘ Das war natürlich nochmal ein schöner Motivationsschub.“

EN: „Und wie bist du dann an die Informationen gekommen“?

MS: „In der Anfangsphase habe ich einfach jeden morgen erstmal in den Zeitungen geguckt, ob da was neues zu Eintracht drin stand und habe die dann gekürzt wieder reingestellt. Zudem war einer der ersten „Fans“ der Seite Christopher Herbst, der damals für die Norderstedter Zeitung über Eintracht Norderstedt berichtet hat. Er hat mir immer mal wieder über die Seite Links geschickt hat „hast du dies schon gesehen“, „hast du das schon gesehen“ oder einfach nur „guck mal morgen früh in die Norderstedter Zeitung, da haben wir einen interessanten Artikel drin.“ Christopher war da wirklich eine riesige Hilfe. Dazu dann ein paar Informationen zu den nächsten Spielen, die ich mir selbst zusammengesucht habe. Dann habe ich angefangen, „Happy-Birthday-Postings“ für die Spieler zu machen, was erst einmal eigentlich nur den Grund hatte, dass man einfach ein bißchen Material für die Seite hat und immer mal wieder was passiert. Nichts ist schlimmer als eine Seite, auf der nichts passiert. Irgendwann ist dem Verein aufgefallen, dass wir da eine Seite am Laufen haben, die bei den Leuten ganz gut ankommt, da Leben drauf ist, es aber trotzdem ganz ruhig und gesittet abläuft. Das ist ja bei Social Media-Seiten auch nicht immer der Fall. Eines Tages hat mich Susanne Drinkuth-Koch, die Frau von unserem Präsidenten Reenald Koch, angeschrieben und meinte, dass man sich von Vereinsseite gerne mal mit mir unterhalten möchte, ich möchte doch bitte mal Kontakt mit Eddy Münch aufnehmen. Dann haben Eddy und ich uns ausgetauscht und die Seite zur „inoffiziellen Fanseite“ erhoben. Da war dann natürlich schon mal der erste Kontakt mit dem Verein da.“

EN: „Und wie wurde es dann zur offiziellen Fanseite?“

MS: „Kurz vor dem ersten Oddset-Pokal-Finale gegen Altona 93 hat mich Reenald Koch beiseite genommen. Er meinte, dass der Verein es ziemlich cool findet, was ich da mache und wenn ich Interesse habe, würden sie sich freuen, wenn wir es zur offiziellen Eintracht-Seite machen könnten, was natürlich ein tolles Kompliment war. Als nächstes kam dann im selben Gespräch die Frage, ob ich jemanden kennen würde, der Websites erstellt, weil man der eigenen Seite gerne einen neuen Anstrich verpassen würde. Wir haben dann jemanden gefunden, der sich um die Programmierung gekümmert hat, ich habe mich um den Inhalt gekümmert und seitdem bin ich auch hinter den Kulissen voll dabei.“

EN: „Das heißt, du bist seit Mai 2016 mehr oder weniger offiziell dabei. Bekommst du Vorgaben vom Verein oder kannst du das alles selbst entscheiden? Wie kann man sich das Zusammenspiel mit dem Verein vorstellen?“

MS: „Das war tatsächlich das erste, was ich Reenald gefragt habe, als wir darüber gesprochen haben: Was bedeutet das für meine Arbeit, wenn es jetzt zur offiziellen Seite wird? Er hat mir zugesichert, dass sich für mich nichts weiter ändert und ich keine Vorgaben vom Verein bekäme, sondern einfach nur so weitermachen solle wie bisher. Ein paar Sachen habe ich aber natürlich schon geändert. Als Fanseite habe ich zum Beispiel jedes Gerücht, dass ich irgendwo gelesen habe, aufgenommen und entsprechend als Gerücht oder „es besteht Interesse an…“ gepostet. Das mache ich jetzt, als offizielle Seite, natürlich nicht mehr, da halte ich mich an Fakten. Heißt aber natürlich auch, dass es dann ein bißchen länger dauern kann, bis etwas bekannt gegeben wird, wie bei der Verpflichtung von Jordan Brown. Der Transfer stand ja schon lange fest, es hat sich aber bestimmt noch vier Wochen hingezogen, bis wir es öffentlich machen konnten, weil es bei internationalen Transfers gerne mal etwas länger dauert… da wird man dann im Stadion schon ein, zwei, zehn Mal angesprochen ‚was ist denn jetzt mit Jordan, warum schreibst du das nicht, stand doch schon lange im Abendblatt.‘ Das ist dann natürlich etwas doof, aber so oft haben wir ja keine internationalen Transfers… Natürlich schreibe ich das alles ein bißchen aus Eintracht-Sicht, aber versuche dabei natürlich auch immer sportlich fair zu bleiben. Man kann Sachen ja auch gut umschreiben.“ (lacht)

EN: „Also hast du schon ein bißchen Narrenfreiheit, weil der Verein dir da definitiv auch vertraut, dass du weißt, wann du Sachen veröffentlichen kannst oder wann du die lieber noch zurück hälst.“

MS: „Natürlich bekomme ich manchmal auch Vorab-Informationen. Das hilft mir natürlich sehr, weil ich dann in Ruhe alles schon soweit vorbereiten kann, so dass ich dann, wenn ich von der Geschäftsstelle die offizielle Bestätigung bekomme, das Posting nur noch freigeben muss. Die „Narrenfreiheit“ ist natürlich auch das, was Spaß macht und mich ständig motiviert hält. Wo hat man schon einen „Job“, wo man sich kreativ ausleben kann und machen kann, wie man Bock hat, ohne dass da jemand neben steht, der dir sagt wo es seiner Meinung nach langzugehen hat?“

EN: „Damit hast du meine nächste Frage, was dir daran so viel Spaß macht, schon vorweg genommen… vielen Dank dafür.“ (lacht)

MS: „Ich sehe natürlich auch, was hier im Verein passiert, was hier geleistet wird. Sei es von den Spielern oder den Offiziellen im Hintergrund, was da an Arbeit hinter steckt und wie sehr sie es verdient hätten, deutlich mehr Zuschauer zu haben. Das ist für mich auch Motivation, meinen Teil dazu beizutragen, dass wir vielleicht mal Zuschauerzahlen bekommen, die den Leistungen und dem Aufwand dahinter eher entsprechen.“

EN: „Das ein oder andere an Ideen ist ja schon umgesetzt worden, um positiven Einfluss auf die Zuschauerzahlen zu nehmen und ein wenig mehr nach außen zu transportieren, wer Eintracht Norderstedt ist. Wie siehst du das, wenn du die letzten zwei, drei Jahre Revue passieren lässt? Ist der Verein auf dem richtigen Weg?“

MS: „Ich sehe schon, dass viel passiert. Ich kann aber mit dem Blick aus dem Inneren schwer sagen, wieviel von dem, was gemacht wird, draußen auch tatsächlich ankommt. In den Sommermonaten hatten wir meines Erachtens deutlich bessere und stabilere Zuschauerzahlen, die jetzt im Spätherbst leider wieder ziemlich eingebrochen sind. Ich glaube schon, dass da noch einiges machbar ist, aber es ist ja auch immer eine Frage des Budgets. An sich müsstest du auf den Straßen von Norderstedt und Umgebung für jedes Heimspiel immer wieder plakatieren, damit sich der Name „Eintracht Norderstedt“ bei den Leuten im Gehirn festbrennt. Aber das ist ein riesiger Aufwand, wenn man es selbst macht, oder ein extremer Kostenfaktor, wenn man es machen lässt. Wer kann das schon leisten? Aber ja, ich denke schon, dass in Norderstedt noch Potenziale schlummern, wir müssen sie nur finden und wach kitzeln.“

EN: „Das war so ein bißchen der Blick zurück. Wo gibt es für dich in der Zukunft Dinge, die du dir vielleicht wünschen würdest? Vielleicht was deine Arbeit erleichtern würde oder was die Zusammenarbeit mit dem Verein angeht. Jetzt hättest du die Chance…“

MS: „Und das fragst du mich jetzt in der Öffentlichkeit, leichtsinnig…“ (beide lachen) „Das Zusammenspiel mit Euch als Präsidium und natürlich Corinna aus der Geschäftsstelle, die ich auch lobend erwähnen muss, läuft wirklich reibungslos. Auch die Spieler sind mir gegenüber immer aufgeschlossen und supernett, wenn ich irgendwo eine Frage habe, wird mir sofort weitergeholfen. Was das angeht, läuft es wirklich super. Natürlich würde man in der Theorie gerne mehr machen, keine Frage. Aber irgendwann ist man zeitlich eben auch am Limit. Es ist ja nunmal so, dass Eintracht Norderstedt „nur“ ein Hobby ist und nicht „das wahre Leben“.

EN: „Du sagst es schon, Eintracht Norderstedt ist „nur ein Hobby“. Was machst du, wenn du zwischen Arbeit und Eintracht Norderstedt noch Zeit findest, wofür interessierst du dich noch?“

MS: „So viel Zeit bleibt ja gar nicht, Eintracht ist schon ein sehr zeit-intensives Hobby. Ich gehe auf jeden Fall sehr gerne und auch relativ häufig auf Konzerte…“

EN: „Welche Musikrichtung?“

MS: „Es muss schon rocken, Gitarre, Bass, Schlagzeug müssen dabei sein. Nebenbei veranstalte ich mit ein paar Freunden noch etwa vier Wrestling-Veranstaltungen im Jahr. Wenn dann noch Zeit übrig ist, versuche ich die mit Freunden zu verbringen, was mir aber leider viel zu selten gelingt…“

EN: „Spannend. Das heißt, du schläfst schon in Eintracht-Bettwäsche, wenn wir die hätten?“

MS: (lacht) „Wenn wir die hätten, wäre ich der erste Abnehmer.“

EN: „Du hast unsere Mannschaft ja schon lange beobachtet, damals unter Thomas Seeliger wie heute unter Dirk Heyne. Jeder Trainer lässt ja anders spielen, aber wenn du ein Fußballspiel guckst, was sind da für dich die Hauptmerkmale, die Eintracht rein fußballerisch ausmachen oder wer begeistert dich oder konnte dich begeistern?“

MS: „Ich mag so ein bißchen die Mischung aus fighten und schnellem Umschaltspiel nach vorne. Gerade unsere schnellen Außenspieler wie Kangmin Choi, auch wenn er jetzt leider nicht mehr da ist, oder Felix Drinkuth, wenn der drei Meter hinter seinem Gegenspieler anfängt zu laufen und fünf Meter vor ihm am Strafraum ankommt, machen unser Spiel aus, finde ich. Aber ich versuche schon ein bißchen aufs Ganze zu gucken. Dadurch, dass ich im Nachgang ja auch den Spielbericht für unsere Internet-Seite schreibe, muss ich immer versuchen, einen Blick fürs Ganze zu haben.“

EN: „Wer ist denn dein Lieblingsspieler? Du hast ein Trikot von Marin Mandic, oder?“

MS: „Haha, ja. Ich habe sogar zwei Trikots, eins von Jan Lüneburg und eins von Marin Mandic.“

EN: „Weil? Natürlich weiß ich, dass du die ganze Mannschaft magst, aber warum genau diese Spieler?“

MS: „Marin Mandic ist einfach eine absolute Bank, nahezu fehlerfrei, extrem zuverlässig in der Abwehr. Für mich ist er einfach ein richtig, richtig guter, stabiler Abwehrspieler. Und Jan Lüneburg ist einfach so ein geiler Mittelstürmer der alten Schule, mit allen Wassern gewaschen, ein echtes Schlitzohr und, wenn er fit ist, mit seiner Wucht kaum aufzuhalten. Aber du hast recht, begeistern können die Jungs mich eigentlich alle, aus unterschiedlichsten Gründen. Ich kann dir bei nahezu jedem unserer Spieler einzeln sagen, warum ich ihn gut finde.“

EN: „Wen denn zum Beispiel noch?“

MS: „Ich bin immer sehr für die Spieler, die Fussball „arbeiten“, zu begeistern. Von daher mag ich Spielertypen wie eben Jan Lüneburg oder Dane Kummerfeld, der einfach mal 90 Minuten Gras frisst, solange ihn die Füße tragen. Ich mag es auch, wie Philipp Koch für sein Team einsteht und einfach auch mal ein Zeichen setzt „bis hierher und nicht weiter“. Ich kann mich diese Saison sehr für unsere beiden Youngster Vico Meien und Johann von Knebel begeistern, die das beide meiner Meinung nach richtig, richtig gut und souverän machen. Und ehrlich gesagt verstehe ich gar nicht, wie wir so viele Tore einfangen können. Ich meine, wir haben mit Marin Mandic und Marcus Coffie eigentlich eine Bomben-Innenverteidigung…“

EN: „Du bist schon ein bißchen Fußball-verrückt, oder? Du hattest mir mal eine Nachricht geschickt, dass du zum Pokalspiel Rödinghausen gegen Bayern München nach Osnabrück gefahren bist? Das heißt, dass du unabhängig von Vereinen generell gerne Fußball guckst? Oder war das so ein bißchen aus Verbundenheit zu Linus Meyer?“

MS: „Ich sag mal so: Ohne Linus Meyer wäre ich sicherlich nicht zu dem Spiel gefahren. Ohne ihn wäre ich allerdings wohl auch nicht an Karten für das Spiel rangekommen.“ (lacht) „Das hat sich über die Jahre bei mir ziemlich gewandelt. Ganz früher habe ich alles an Fußball geguckt, was irgendwie machbar war. Dann habe ich irgendwann nur noch HSV geguckt, anderes maximal nebenbei. Mittlerweile interessiert mich der Profi-Fußball nur noch am Rande, mein Fokus liegt mehr auf dem höherklassigen Amateur-Fußball. Neben unseren Spielen versuche ich nach dem Motto „Einmal Eintracht, immer Eintracht“ auch ein bißchen unsere ehemaligen Spieler im Auge zu behalten. Ich war nicht nur bei dem Spiel gegen Bayern, ich war auch in der Regionalliga West mal bei Rödinghausen gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach und habe mir das Spiel angeguckt und Linus besucht. Wenn es die Zeit mal erlaubt, gucke ich ansonsten mal in der Oberliga Hamburg oder bei unserer U19 vorbei, das ist so ein bißchen mein Feld, auf dem ich mich bewege.“

EN: „Was würdest du an unserem Verein gerne verändern wollen?  Vielleicht vom Ablauf her oder eine Damen-Mannschaft gründen oder sowas?“

MS: „Wenn du mich so fragst, sollte man irgendwas mit den Zweiten Herren machen. Wie das die letzten anderthalb Jahre läuft, ist ja kein Zustand. Aus der Bezirksliga abgestiegen, okay. Aber jetzt auch in der Kreisliga tief unten drin? Das kann ja nicht unser Anspruch sein. Ich finde auch, dass die zweite Mannschaft so, wie es aktuell läuft, nicht wirklich in das Vereinskonzept passt. Wir fokussieren uns ab der D-Jugend auf leistungsorientierten Fußball und die Jungs fallen da völlig raus. Das man auf dem Niveau einen anderen Anspruch an die Spieler haben muss als im leistungs-orientierten Fußball, klar. Dass es da auch häufiger mal passiert, dass Spieler aus beruflichen Gründen nicht zum Training kommen können, logisch. Aber wenn ich dann höre, dass von fast 25 Spielern unter der Woche teilweise nur sechs, sieben Spieler zum Training erscheinen? Sorry, das geht gar nicht. Was ist denn das für eine Einstellung, für ein Gedanke von Mannschaftssport? Wie soll man denn da trainieren? Das tut mir irrsinnig leid für die Jungs, die wirklich nahezu immer da sind und wollen und Bock haben, aber so kann es nicht funktionieren. Ich hoffe, Jogi (Anm.: Trainer Joachim Meyer) findet in der Winterpause ein paar Kicker, die mit der richtigen Einstellung an die Sache rangehen. Wenn die Möglichkeiten da wären, wäre es mein Wunsch, dass man die Zweite Mannschaft als Bindeglied zwischen U19 und Regionalliga etabliert und die Landesliga anpeilt. So hätte man die Möglichkeit, jüngere, talentierte Spieler, für die die Regionalliga vielleicht noch zu früh kommt, weiter im Verein zu halten und auf gutem Niveau weiter zu fördern und könnte den Jungs auch eine Perpektive bieten.“

EN: „Nochmal zum privaten Marcus zurück: Was hat der private Marcus für Ziele und Wünsche für sein Leben.“

MS: „Ich habe keinen Lebensplan von wegen Heiraten, Kinder Kriegen, Haus bauen, Baum pflanzen, Chef werden, das große Geld verdienen, sowas gar nicht. Ich möchte eigentlich nur gesund bleiben und möglichst viel von dem machen, an dem ich selbst Spaß habe. Ich finde, es gehört einfach zu einem ausgewogenen Leben dazu, dass man nicht nur funktioniert, sondern auch möglichst viel Sachen macht, auf die man Bock hat. Als Wunsch hätte ich gerne eine Zeitmaschine… ich wünschte, dass ich Eintracht früher für mich entdeckt hätte. Ich glaube, wenn ich schon in der Oberliga dabei gewesen wäre, hätte ich in der Hochphase von Facebook rund um den Regionalliga-Aufstieg noch deutlich mehr bewegen können. Aber gut, es ist, wie es ist.“

EN: „Aber ich finde, wenn ich das sagen darf, dass du schon mega-viel bewegt hast. Ich glaube, dass sehr viele Vereine, was das ganze Thema Social Media angeht, sehr neidisch auf uns gucken und dich am liebsten abwerben würden…

MS: (lacht) „… das können die gar nicht bezahlen.“

EN: „Genau.“ (lacht) „Der Verein weiß das schon sehr zu schätzen. Was war dein schönster Moment bei Eintracht?“

MS: „Definitiv das Pokalfinale gegen Altona 93. Das war voller Spannung, das war pure Emotion. Das habe ich so beim Fußball noch nie erlebt, über 90 Minuten gezittert und dann haut Deran da kurz vor Schluss das Ding rein, da ist wirklich alles rausgekommen. Zu dem Zeitpunkt war ich ja auch noch aktiver Teil der Fanszene und mittendrin und stand nicht am Spielfeldrand und habe Fotos gemacht. Das Tor war wirklich mein intensivster Fußball-Moment. Danke, Deran!“

EN: „Du fragst ja immer die anderen, welchen deutschen Spieler sie holen würden, wenn dem Portemonnaie keine Grenzen gesetzt sind. Wen würdest du nehmen und warum?“

MS: „Nachdem ich die ganzen anderen Spieler und Offiziellen das schon gefragt habe, habe ich auch irgendwann mal angefangen, darünber nachzudenken. Mein Bauchgefühl sagt Alexander Meier. Der kommt hier aus der Gegend, ist ein rundum guter Typ, der Fußball lebt und immer 100% gibt und auch so eine Leuchtturm-Funktion nach draußen abgeben würde. Ich weiß wirklich nicht, wie ich ausgerechnet auf ihn komme (Anm.: Das Interview wurde aufgezeichnet, bevor Meier bei St. Pauli ins Gespräch kam), aber ich glaube, er könnte dem Verein sportlich und in Sachen Image noch zwei Jahre helfen.“

EN: „Die nächste Frage ist eine neue… welchen Regionalliga-Spieler aus dem Norden würdest du gerne bei Eintracht sehen?“

MS: „Oha. Das gibt schon viele richtig gute. Ole Springer vom Lüneburger SK steht bei mir immer ganz oben auf jeder Liste. Ahmet Arslan und Daniel Franziskus vom VfB Lübeck sind tolle Spieler…“

EN: (energisch) „Einen!“

MS: „Jaja, ich überlege ja noch… sind Spieler von Zweitmannschaften erlaubt?“

EN: „Ja, klar, das ist okay.“

MS: (überlegt) „Ich glaube, ich würde mich für Daniel Hanslik vom VfL Wolfsburg entscheiden. Der ist noch jung und eine echte Tormaschine. Ich glaube zwar nicht, dass er sich gegen Jan Lüneburg oder Sinisa Veselinovic durchsetzen würde, aber wäre ein guter Backup.“ (lacht)

EN: „Wenn du einen Wunsch-Testspielgegner hättest und die Geldschatulle weit offen stünde… wen würdest du gerne an der Ochsenzoller Straße gegen Eintracht Norderstedt sehen, wenn die mit der ersten Mannschaft kommen?“

MS: „Wenn Geld keine Rolle spielt und ich es mir aussuchen könnte, würde ich sagen: FC Liverpool. Liverpool, Anfield Road, das steckt irgendwie seit frühester Kindheit in mir drin, da hätte ich richtig Bock drauf.“

EN: „Wir haben ja schon festgestellt, dass du ein bißchen Fußball-verrückt bist. Mal angenommen, du könntest dir in einem Stadion deiner Wahl ein bestimmtes Spiel deiner Wahl ansehen. Welche Konstellation wäre deine Wunschvorstellung?“

MS: „Ich bin ja eher ein Fan davon, wenn Fußball gearbeitet wird, von daher fühle ich mich fußballerisch in England am besten aufgehoben. Anfield Road ist halt so ein Kindheits-Ding für mich, da dann ein Spiel FC Liverpool gegen Manchester United zu sehen, wäre super.“

EN: „Mit welchem Fußballer oder Funktionär würdest du dir gerne mal ein Spiel gemeinsam angucken und dich dich danach mit ihm kritisch darüber unterhalten?“

MS: „Ich hätte jetzt am liebsten Uli Hoeneß gesagt, aber der ist ja mittlerweile so speziell in seinen Sichtweisen, dass es nicht mehr so viel Sinn macht…“ (überlegt) „Ich glaube Oliver Kahn. Als Fußballer war er bei aller unbestrittenen Klasse nie mein Fall… aber als Fußballexperte ist er richtig stark, das hat alles Hand und Fuß, was er sagt, der hat ein unglaubliches Wissen vom Fußball. Ich glaube, wenn ich eine halbe Stunde mit dem rede, würde sich für mich Fußball-mäßig eine völlig neue Welt auftun.“

EN: „Hast du eigentlich selber mal Fußball gespielt?“

MS: „Ja, tatsächlich. Bis zur A-Jugend, aber immer nur auf Dorfniveau.“

EN: „Welche Position?“

MS: „Ich war immer derjenige, der zu schlecht war, um eine feste Position im Team zu haben, aber zu gut, um ihn ganz draußen zu lassen… Meistens habe ich im linken Mittelfeld gespielt, aber eigentlich habe ich bis auf Libero und Zehner jede Position irgendwann mal bekleidet.“

EN: „War das so deine Position im linken Mittelfeld? Oder hättest du dich lieber auf einer anderen Position gesehen?“

MS: „Ich habe den linken Fuß eigentlich nur zum Stehen… von daher war es sicher nicht die optimale Position. Aber die anderen konnten wohl nicht mal auf dem linken Fuß stehen, deswegen habe ich dann da gespielt… von der F-Jugend bis zur D-Jugend war ich Torwart beim WSV Tangstedt. Dann sind wir vom 7er-Feld aufs 11er-Feld gegangen. Dafür hatten wir aber nicht genügend Spieler, so dass sich meine Mannschaft aufgelöst hat. Icb bin dann mit zwei anderen Spielern aus meiner Mannschaft zum TSV Nahe gewechselt. Die hatten aber mit Marco Martens (Anm.: aktuell beim SSC Phoenix Kisdorf in der Verbandsliga West Schleswig-Holstein) schon einen richtig guten Torwart, so dass ich dann ins Feld gewechselt bin. Aber Torwart hatte ich Bock drauf, das hat mir Spaß gemacht.“

EN: „Also mit anderen Worten: Wenn wir mal einen Torwart-Notstand haben, könnten wir dich einwechseln?“

MS: „Ich würde mich vielleicht als Torpfosten eignen, aber das war es dann auch… wie gesagt, ich bin nach der C-Jugend ins Feld gewechselt. Das ist über 25 Jahre und viele, viele Kilos her, dass ich im Tor stand…“

EN: „Wenn du jetzt vor einer Menschenmasse an HSV und St. Pauli-Fans stehen würdest und mit ihnen in den Dialog gehen würdes, warum man mal zu Eintracht Norderstedt gehen sollte, was wäre deine Argumentation?“

MS: „Die Jungs sagen in den Interviews immer, es wäre ehrlicherer Fußball. Das muss man sicherlich ein bißchen differenzierter sehen, Schwalben und Theatralik gibt es leider auch in der Regionalliga, wenn auch sicherlich nicht so ausgeprägt wie oben. Aber der Fußball ist hier meiner Meinung nach ursprünglicher und intensiver. Ich finde, dass man im Profi-Fußball häufig sieht, dass es nur Ich-AGs sind, denen es darum geht, selbst möglichst gut auszusehen, um den nächstbesten Top-Vertrag aushandeln zu können. Hier hat man das Gefühl, dass es wirklich noch um den Fußball an sich geht, hier wird mit Leidenschaft um jeden Ball gekämpft. Zudem hat Eintracht Norderstedt einen extrem hohen Unterhaltungswert: bei keinem anderen Regionalliga Nord-Verein fallen so viele Tore wie bei uns. Zugegeben, nicht immer auf der richtigen Seite. Aber es gibt in jedem Spiel Action und Tore, langweiliges Ballhin und -hergeschiebe sieht man hier nicht. Und man merkt, dass die Jungs wirklich dankbar sind für jegliche Art der Unterstützung. In den Profiligen winken sie einmal in die Kurve, machen an guten Tagen vielleicht noch die Welle und gehen wieder nach Hause. Hier hast du die Nähe, die persönliche Verbundenheit zwischen Spielern und Fans, während ich woanders nur einer unter tausenden bin. Wir haben hier eine relativ überschaubare Fanszene, dadurch wird man natürlich auch wahrgenommen. Man kann sich als Fan dadurch natürlich auch ein bißchen mit einbringen und mit seiner Anwesenheit und seiner Stimme schon viel bewegen. Ich kann es jedem einfach nur empfehlen.“

EN: „Du hast vorhin gesagt, dass du nicht nur Eintracht-Fan bist, sondern auch vom HSV. Mal angenommen, es steht ein wichtiges Spiel an, zum Beispiel DFB-Pokal…“

MS: „Eintracht Norderstedt.“

EN (lacht): „Ich habe die Frage noch gar nicht zu Ende gestellt.“

MS: „Brauchst du auch nicht.“ (lacht) „Das perfekte Beispiel ist der 5. Februar – da spielt der HSV im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg. Parallel bestreiten unsere Jungs zuhause ein Testspiel gegen den Bramfelder SV. Ich werde mir dann sicherlich die erste Halbzeit vom HSV im Clubhaus angucken, aber danach zählt nur Eintracht. Das hat aber natürlich auch damit zu tun, dass ich durch die ganze Social Media-Geschichte, die ich für den Verein mache, den Anspruch an mich selbst habe, jedes Spiel mitzunehmen, sofern es irgendwie machbar ist. Wenn ich etwas mache, dann auch richtig und dann ist es logisch, dass ich hier sein werde, keine Frage.“

EN: „Meine Abschlußfrage… ich habe dich ja jetzt auch über zwei Jahre kennen und schätzen gelernt. Du bist ja ein eher ruhiger Zeitgenosse, diplomatisch, verantwortungsvoll, auch mal für ein Späßchen zu haben… wann wird denn Marcus mal sauer? Wann würde ich mal erleben, dass du mal richtig auf den Tisch haust?“

MS: „Das dauert. Ich glaube, das hat es in meinem ganzen Leben erst zwei oder drei Mal gegeben. Ich hasse es, ungerecht behandelt zu werden. Ich hasse es, wenn mir unterstellt wird, etwas gesagt oder getan zu haben, was ich aber nie gesagt oder getan habe. Da kann es schon mal passieren, dass es richtig rummst. Das sind Sachen, die mich wahnsinng machen, da kann ich gar nicht drauf.“

EN: „Eine allerletzte Frage habe ich noch… was wäre, rein sportlich, dein Traum mit Eintracht Norderstedt?“

MS: „Für mich wäre zum einen ein großer Wunsch, dass wir uns in der Spitzengruppe der Regionalliga festsetzen. Zum einen natürlich, weil Erfolg Spaß macht. Zum anderen aber auch, weil ich mal sehen möchte, was in Norderstedt zuschauertechnisch machbar ist, wenn die Mannschaft über einen längeren Zeitraum wirklich erfolgreich in der Liga spielt. Aufsteigen muss gar nicht sein, die 3. Liga ist für mich persönlich kein erstrebenswertes Ziel, ehrlich gesagt. Für den Verein würde ich es mir wünschen, aber für mich… nee. Der Zeitaufwand würde dann so groß werden, dass ich es gar nicht mehr bewerkstelligen könnte. Wenn ich überlege, dort zu jedem Auswärtsspiel mitzufahren nach Karlsruhe, Unterhaching, Großaspach und so weiter… da bist du ewig unterwegs und das ganze Wochenende ist im Eimer. Das kannst du ein paar Mal machen, aber nicht jedes zweite Wochenende… Da gefällt mir die Regionalliga schon deutlich besser. Wenn wir jetzt weit fahren, sind wir zweieinhalb Stunden unterwegs. Da kannst du morgens gemütlich nach dem Frühstück los und bist zum Abendessen wieder zuhause, das ist super. Als weiteren Wunsch würde ich gerne nochmal in den DFB-Pokal einziehen und da einen höherklassigen Verein rauskegeln. Idealerweise einen attraktiven Zweitligisten, einen Traditionsverein, so dass man ein schön volles Stadion hat. Das wäre ein richtig geiler Moment und würde den Verein, denke ich, in vielerlei Hinsicht weiterbringen.“