April: Dirk Heyne (Teil 2)

dirk-heyne-meppen-am-16-10-16_resizeNachdem wir uns vor zwei Wochen vorrangig mit der Spielerkarriere unseres Chef-Trainers Dirk Heyne auseinander gesetzt haben, geht es heute um seine Trainerzeit und natürlich ganz viel um Eintracht Norderstedt. Zum Ende unseres ersten Teils erzählte uns Dirk Heyne, wie er nach Norderstedt gekommen ist und dass er über seine eigentliche Position als Torwart-Trainer plötzlich zum Co-Trainer unserer U19 wurde, obwohl das gar nicht sein Ding ist und es dann – mit mehr oder weniger vertauschten Rollen – doch sehr gut geklappt hat.

EN: „Ekkehard Bushe, unser damaliger A-Jugend-Trainer und jetztige Jugendchef, hat mal in einem Interview gesagt, dass du dann zu deiner Zeit als Co-Trainer eigentlich mehr der Chef-Trainer warst und er im Hintergrund geblieben ist?“

DH: „Ich kenne mich ja… ich habe mich am Anfang sehr zurückgenommen und immer gedacht ‚halt mal schön den Ball flach‘. Das ist mir nicht immer gelungen und hat mir dann unheimlich leidgetan.“ (fängt an zu lachen) „Da habe ich auch mit Ekki drüber gesprochen. Ich glaube, mit jemand anderem hätte das auch nicht funktioniert.“

EN: „Irgendwann hat sich Ekki dann mehr auf die Arbeit als Jugendkoordinator konzentriert. Hat er dann zu dir gesagt ‚Mensch, du machst das so gut als Co-Trainer, du bist ja eigentlich auch schon Chef-Trainer, jetzt mache das mal richtig?‘

DH: „Ja, so ungefähr.“

EN: „Hat aber nicht lange gehalten mit dir als A-Jugend Trainer…“

DH: „Da kann ich aber nichts für.“ (lacht) „Wenn ich so etwas mache, auch bei der A-Jugend, dann mache ich es nicht nur so nebenbei. Ich kenne es so, dass man sich eben immer vorbereitet und immer mit einem Plan auf den Platz geht. Und es lief dann in der A-Jugend ja auch ganz ordentlich. Nachdem Thomas Seeliger weg war, ist Reenald Koch auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich mir den Job als Chef-Trainer der Herren vorstellen könnte. Und an sich hat sich ja nicht viel geändert.“

EN: „Das heißt, die Arbeit ist eigentlich dieselbe, nur die Spieler sind andere?“

DH: „Naja, mit Männern oder älteren Jugendlichen zu arbeiten ist schon immer noch ein anderes Arbeiten, als wenn man eine A-Jugend-Mannschaft hat. Aber von der Thematik her ist es schon dasselbe. Ich will keine Jungs, die nur dasitzen, zuhören und dann tun was ich sage. Ich möchte, dass sie verstehen, was sie tun sollen. Sie sollen mich fragen ‚warum soll ich so stehen, warum soll ich so laufen?‘ damit ich merke, dass die auch mitdenken, damit sie auch wissen was sie machen und einsehen, warum das so ist und sich so mit unserem Spiel identifizieren können. Ich brauche einfach Spieler, die mitdenken.“

EN: „Das klappt ja offensichtlich momentan sehr gut.“

DH: „Toi, toi, toi. Das ist ja nicht immer so einfach, es spielt ja auch noch ein Gegner mit, der Platz, die Zuschauer, der Kopf spielt auch immer eine große Rolle…“

EN: „… wie wir bei den Elfmetern gesehen haben, die reihenweise nicht verwandelt wurden…“

DH: „… zum Beispiel, ja. Wir haben ja auch vorher nicht schlecht gespielt, wir haben nur keine Punkte geholt. Da merkt man: Der Kopf spielt im Sport eine riesengroße Rolle. Wenn man dann irgendwann merkt, dass man die Tore machen kann, dann löst sich auch was im Kopf. Dass kein Sieg geholt wurde war ja eine Serie, die schon länger lief, nicht erst seit ich Trainer bin, das hat sich dann einfach hochgeschaukelt. Umso besser, dass es sich nachher ausgezahlt hat. Ich erinnere die Jungs auch regelmäßig daran, dass ihnen das nicht geschenkt wurden, sondern sie sich alles hart erarbeitet haben. Ich konnte ja nichts Negatives sagen, die Jungs haben von Anfang an voll mitgezogen.“

EN: „Wie hast du selbst die Phase erlebt, als die Leistung zwar gestimmt hat, aber nicht das Ergebnis?“

DH: „Wir hatten auch in dieser Phase während des Trainings und innerhalb der Mannschaft immer ein Riesen-Klima. Das ist in der Situation auch unheimlich wichtig gewesen, dass die Spieler sich untereinander gut verstehen. Und dieser große Zusammenhalt in der Mannschaft war sicher am Ende auch der entscheidende Punkt, dass wir den Punkte-Schalter umgelegt haben.“

EN: „In der Phase als es nicht lief, hast du dann für viele Außenstehende überraschend mit Kapitän Philipp Koch und Deran Toksöz zwei Spieler rausgenommen, die als gesetzt galten und die Bank bis dahin nur aus Erzählungen kannten. Waren das Leistungsgründe oder setzt man im Zweifel auch mal etablierte Leute auf die Bank, um ein Zeichen zu setzen, dass sich niemand ausruhen kann und auch die Jungs, die etwas hinten anstehen, ihre Chance bekommen?“

DH: „Nein, Nein, das überhaupt nicht. Das waren zwei verschiedene Paar Schuhe. Philipp war einfach nicht fit, das hat man gesehen. Auf der Position muss man eben auch mal einen Zweikampf gewinnen und das hat Philipp in der Zeit selten gemacht. Ich habe mit Philipp gesprochen und er hat gesagt ‚Trainer, alles gut. Ich bin nicht gut drauf‘. Ich denke, wenn man sich mit den Spielern darüber unterhält und die das auch selbst reflektieren, dann hat es auch einem Philipp unheimlich geholfen, um wieder früher in die Bahn zu kommen. Sein Gedanke war, sich irgendwie bis zur Winterpause durch zu hangeln und dann in der Wintervorbereitung voll durchzuziehen, um wieder fit zu werden. Aber er ist schon viel früher wieder in die Spur gekommen und hat in dem Moment dann auch wieder gespielt. Obwohl Philipp ein riesengroßer Kerl, ein Bulle, ist, ist er nicht der kopfballstärkste. Aber mittlerweile gewinnt er vor der Abwehr sogar Kopfballduelle. Philipp war nicht frisch, nicht fit. – Bei Deran war es eine andere Situation. Deran ist ein sehr kreativer Spieler, der für die Mannschaft unheimlich wichtig ist. Aber auch kreative Spieler müssen sich an eine bestimmte Ordnung halten. Manche Spieler spielen eben gerne gegen den Ball und manche Spieler spielen lieber mit dem Ball. Aber man muss eben auch die Bälle wiederholen, damit man dann auch wieder mit dem Ball spielen kann. Zu Anfang war es so, dass Philipp die Arbeit vor der Abwehr alleine gemacht hat. Da haben wir uns dann auch drüber unterhalten und seitdem spielt Deran eine Super-Serie.“

EN: „Das ist auch etwas, das mir aufgefallen ist: Philipp und Deran spielen momentan bärenstark, man hat das Gefühl, als ob sie sich gegenseitig besser machen.“

DH: „Absolut. Aber ich erwarte auch, dass die Spieler zusammenspielen. Das habe ich beiden oft genug gesagt: ‚Ich will, dass ihr euch die Bälle gegenseitig zuschiebt, das macht euch stark.‘ Wenn sie die Position so halten wie ich sie sehe und wie sie es jetzt machen wenn wir den Ball nicht haben, sehen beide viel besser aus. Beide profitieren davon viel mehr, wenn sie das Spiel vor sich haben und der Ball auf sie zukommt, als wenn sie immer dem Ball hinterher laufen müssen. Wobei wir den David Karg Lara nicht vergessen dürfen, der das auch sehr gut macht.“

EN: „Wie hat man sich als Außenstehender den Trainer-Alltag vorzustellen?“

DH: „Ich arbeite ja viel für den HSV. Ich mache beim HSV die Fußballschule und hauptsächlich die Torwart-Schule. Und dann eben die Woche vorbereiten, das Training vorbereiten, die Spiele vorbereiten. Es geht von morgens bis abends nur um Fußball.“

EN: „Und am Wochenende dann Spiel- oder Spielerbeobachtungen?“

DH: „Bislang waren es eher die Spielbeobachtungen, die man macht. Wenn wir am Samstag spielen, gucke ich mir am Sonntag den nächsten Gegner an oder Mannschaften die ich noch nicht gesehen habe und gegen die wir noch spielen müssen. Und umgekehrt. Das ist eine ganz normale Geschichte, damit man der Mannschaft dann auch ein paar Informationen mitgeben kann, die für das Spiel oder einzelne Spieler wichtig sein können. Die Mannschaft soll wissen, dass ich mich auf das Spiel genauso gut vorbereite, wie ich es von ihnen erwarte.

Jetzt kommt natürlich hinzu, dass man Tipps kriegt, sich bestimmte Spieler in der Oberliga mal anzugucken. Bislang war aber nur die Zeit da, sich mit den Mannschaften aus der Regionalliga zu beschäftigen und die kennen zu lernen. Aber das kommt jetzt.“

EN: „Bleibt mit Eintracht, HSV und Spielbeobachtungen überhaupt noch Zeit für etwas Anderes? Sowas wie Privatleben?“

DH: „Nein, gar nicht. Meine Partnerin arbeitet in Darmstadt… die Woche über gibt es bei mir nur Fußball. Und wenn sie am Wochenende da ist, fahren wir zusammen los, uns die Spiele angucken. Sie kennt es von mir auch nicht anders, wir haben schon in Leipzig zusammen die Spielbeobachtungen gemacht. Sie kennt das gar nicht anders.“

EN: „Das heißt, sie ist auch voll im Fußball drin, ihr beobachtet zusammen und tauscht Euch danach aus?“

DH: „Ja, genau. Anders würde es auch gar nicht gehen.“

EN: „Du hattest ja schon die eine oder andere Erfahrung als Trainer sammeln dürfen, bevor du in Norderstedt angefangen hast. Gibt es irgendwen oder irgendetwas, was dich bei deinen bisherigen Stationen besonders geprägt hat?“

DH: „Man nimmt überall etwas mit. Und ich besonders von Hans Meyer. Ich habe Hans Meyer zwei Jahre lang in Gladbach erlebt. Sein Training mit der Mannschaft auf dem Platz hat mich sehr geprägt.“

EN: „Wie würdest du dich selber als Trainer einschätzen? Bist du mehr der Disziplinfanatiker oder mehr der Kumpel?“

DH: „Beides. Ich erwarte volle Disziplin auf dem Trainingsplatz und im Spiel. Ich versuche es immer so zu erklären: Es ist wie im Straßenverkehr: Es gibt bestimmte Regeln, und an die muss man sich halten. Es gibt Regeln wie sich die Mannschaft zu verhalten hat, wenn der Gegner den Ball hat. Und es gibt Regeln, an die man sich halten sollte, um unsere Stärken zu nutzen. Darauf lege ich großen Wert. Aber natürlich will ich auch Spaß haben auf dem Trainingsplatz, ich will die Jungs auch lachen sehen. Manchmal bin ich vielleicht etwas zynisch, wenn ich einen Kommentar abgebe, wo ich nachher denke ‚Scheiße, das hätte ich lieber nicht sagen sollen.‘ Zum Beispiel wenn einem Spieler ein Ball verspringt und ich dann noch einen Kommentar dazu abgebe… da ärgere ich mich dann schon etwas über mich selbst. Manche lachen zwar darüber, aber trotzdem ist das nicht immer gut.“

EN: „Gibt es einen Spieler im Kader, der dich im Verlaufe deiner bisherigen Zeit bei uns besonders überrascht hat?“

DH: „Das ist ganz schwer zu sagen. Ich arbeite unheimlich gerne mit den Jungs zusammen, weil ich vom ersten Training an das Gefühl hatte, dass sie mir zuhören, dass sie mir abnehmen, was ich erzähle und das auch umsetzen. Wenn man bestimmte Situationen sieht, wenn man sieht, dass sie versuchen umsetzen was wir trainiert haben, dann freut mich das, weil ich sehe, dass sie zugehört und verstanden haben, was ich von ihnen erwarte. Da wäre es unfair, wenn ich einen hervorhebe. Es gibt Spieler, die geben in jedem Training Vollgas, die ich dann zwischendurch auch mal bremsen muss. Dann sage ich ihnen, dass sie sich neben Spiel und Arbeit nicht jedes Training voll auspowern müssen. Es ist schön, dass sie es wollen, ich sehe das, aber es ist für dich auch mal gut, etwas ökonomischer zu arbeiten.“

EN: „Welchen Stellenwert hat für dich in deiner Funktion als Chef-Trainer die Nachwuchsarbeit?“

DH: „Zum einen gehört es für mich als Trainer der ersten Mannschaft natürlich dazu, zu wissen, was in der A-Jugend los ist. Zum anderen kenne ich die Spieler noch alle aus meiner Zeit als A-Jugend-Trainer und dann haben sie natürlich große Hoffnungen, dass ich den einen oder anderen Spieler mit hoch nehme für die nächste Saison.“

EN: „Das war natürlich jetzt eine schöne Steilvorlage: Gibt es denn jemanden in der aktuellen A-Jugend, der sich berechtigte Hoffnungen machen darf?“

DH: „Wir hatten letzte Woche schon zwei Spieler von der A-Jugend dabei, die mittrainiert haben und da werden noch zwei, drei dazu kommen, die wir im Training dazu nehmen um dann zu sehen, ob das passen könnte.“

EN: „Das heißt es gibt noch keinen, wo du sagen kannst, der ist nächstes Jahr fix bei der Ersten dabei?“

DH: „Doch. Bei mir in Gedanken schon.“ (lacht)

EN: „Das heißt momentan seid ihr noch ein wenig in der Testphase und guckt Euch verschiedene Jungs aus der U19 an?“

DH: „Genau, ich will die Jungs im Training sehen, will sehen, wie sie sich hier geben im Verhältnis zu den Spielern, die ich schon habe. Und dann gucken wir mal.“

EN: „Schön zu sehen, dass die Durchlässigkeit nach oben auch in Zukunft weitergeht.“

DH: „Definitiv, da lege ich großen Wert drauf. Es ist ja auch wichtig für die Spieler, die im Jugendbereich nach Norderstedt kommen, zu sehen, dass sie nicht nur bis zur A-Jugend da sind, sondern auch die Möglichkeit bekommen, in der ersten Mannschaft zu spielen. Aber das hängt natürlich in erster Linie von den Spielern selber ab.“

EN: „Gibt es für dich irgendwelche Ziele, die du mit Eintracht Norderstedt gerne erreichen würdest? Reenald Koch hat ja bereits gesagt, dass die dritte Liga mittelfristig eher nicht in Angriff genommen werden kann.“

DH: „Den Oddset-Pokal zu gewinnen ist natürlich wichtig für den Verein, das ist auf jeden Fall wünschenswert. Ich glaube die Mannschaft weiter zu entwickeln, Spieler weiter zu entwickeln, das sind wichtige Ziele.“

EN: „Werfen wir zum Ende unseres Interviews noch einen kurzen Blick in die Zukunft. Gibt es irgendwas, was du uns im Hinblick auf die kommende Saison verraten kannst? Irgendwelche Personalien?“

DH: „Da ist momentan einiges im Hinterkopf. Wir setzen uns in Kürze zusammen und werden alles besprechen. Bei den Personalien hängt es natürlich auch davon ab, inwiefern Spieler, die wir gerne behalten würden, auch bei uns bleiben wollen. Meistens spielt das Geld ja auch eine Rolle und bei uns sind sie eben Amateure. Wenn sie irgendwo mehr bekommen oder als Profi spielen können, werden wir sie kaum halten können.“

EN: „Ist ein Trainingslager geplant? Wenn ich mich recht entsinne, hieß es letztes Jahr, dass man sich in der Vorbereitung verstärkt mit Gegner messen will, die mindestens ebenbürtig sind. Das ist hier in der Region ja relativ schwierig, wenn es nicht gerade dieselben Gegner sein sollen, auf die man schon während der Saison trifft. Der 1.FC Magdeburg wäre als Testgegner doch auch mal nett…“

DH: „Ja, natürlich wäre das schön und das werden wir auch probieren, aber es kostet ja auch alles Geld. Und wenn wir Magdeburg einladen, wollen die ja auch ein bißchen Geld dafür haben. Ich habe aber im Kopf, ein Trainingslager in der Nähe von Berlin zu machen, da gibt es sehr, sehr interessante Gegner. Das haben wir in den letzten Jahren auch mit der A-Jugend gemacht und hatten da sehr gute Gegner. Das werden wir jetzt erstmal planen.“

EN: „Einige Vereine in der Regionalliga, nicht nur die zweiten Mannschaften, arbeiten professionell, andere haben gar nicht die finanziellen Möglichkeiten dazu, Spieler in Vollzeit zu beschäftigen. Ist das eine Zwei-Klassen-Gesellschaft? Oder gerade gut, weil die besten Amateur-Vereine unter professionellen Bedingungen gefordert werden und die Spieler besser machen?“

DH: „Beides. Bei uns ist das schon ein ziemlicher Akt, das sind ja alles Amateure. Die Jungs gehen alle arbeiten, zur Schule oder studieren. Und abends um halb acht ist Training. Und wenn wir uns dann umgucken, die U23-Mannschaften, das ist Vollprofitum. Das ist natürlich eine ganz andere Klasse. Aber eben für uns auch eine Herausforderung, sich mit solchen Profis zu messen.

EN: „Ein Thema, das zuletzt die Medien bestimmt hat, ist die von Cottbus-Coach Pele Wollitz angestoßene Diskussionen zur Aufstiegsregelung. Momentan müssen die fünf Regionalliga-Meister gemeinsam mit dem Zweiten der Regionalliga Südwest in eine Aufstiegsrunde zur 3. Liga. Wollitz fordert, dass die Meister zwingend aufsteigen müssen. Gibt es da eine Variante, die du bevorzugen würdest?“

DH: „Der Meister muss aufsteigen und nicht noch ein Relegationsspiel machen. Es muss eine Regelung gefunden werden. Welche Regelung muss man sehen, aber so wie es momentan ist, kann man ja überhaupt nicht planen. Für die Spieler, die Verträge haben, ist es ja noch einigermaßen in Ordnung. Aber als Trainer weißt du ja gar nicht, in welcher Liga du nächste Saison spielst. Wie willst du da Spieler finden, die du eventuell brauchst, um eine Liga höher zu bestehen? Du kannst ja nicht planen. Die Spieler entscheiden sich ja nicht erst nach dem Urlaub, wo sie nächstes Jahr spielen, das wollen die vorm Urlaub geregelt haben.“

EN: „Kommen wir zur vorletzten Frage: Wenn du einen deutschen Spieler deiner Wahl verpflichten könntest – wer wäre das?“

DH: „Deutscher Spieler? Puh…“ (überlegt) „Ich mag auf jeden Fall kreative Spieler. Ich weiß nicht, ob ich dann eher einen aus dem defensiven Mittelfeld nehmen würde wie Toni Kroos. Oder auf der anderen Seite einen Straßenfußballer wie Marco Reus.“

EN: „Abschlussfrage: Wenn einer fragt: ‚Warum soll ich mir ein Spiel von Eintracht Norderstedt angucken, wenn ich auch HSV/St. Pauli haben kann‘ was sagst du ihm?“

DH: „Weil er hier im Moment richtig guten Amateur-Fußball sieht.“

EN: „Vielen Dank für das sehr ausführliche Gespräch und weiterhin viel Erfolg!“