Herren

… und plötzlich sind wir auf Platz 6!

Trotz zahlreicher guter Tormöglichkeiten musste am Ende ein Foulelfmeter von Rico Bork herhalten, um den knappen 1:0-Heimsieg gegen den Lüneburger SK zu sichern. Darüber, dass der Sieg am Ende verdient war, waren sich Rainer Zobel und Jens Martens nach der Partie einig. Uneinigkeit herrschte nur darüber, ob nun Rico Bork, der „ein riesiges Spiel gemacht hat“ (Jens Martens), Spieler des Tages war oder Nils Brüning („für mich war der Siebener der Beste“, Rainer Zobel) und ob die „geschlossene, starke Mannschaftsleistung“ (Jens Martens) den Ausschlag gegeben hat oder dass beim LSK „mit Lukas Pägelow und Ole Springer nur zwei Spieler Normalform hatten“ (Rainer Zobel). Wahrscheinlich liegt die Wahrheit wie so oft irgendwo in der Mitte.

Das einzige, was Trainer Jens Martens nervte, war einmal mehr die Chancenverwertung. „Wir kriegen es einfach nicht hin, den Sack zuzumachen. Wir hatten drei, vier Chancen gehabt, von denen man zumindest einen versenken muss und dann hat man Ruhe. So mussten wir bis zur letzte Minute zittern.“ Die größte Möglichkeit hatte im ersten Durchgang der starke Rico Bork, der es nicht nur schaffte, Eintracht-Schreck Marian Kunze aus dem Spiel zu nehmen, sondern um ein Haar auch noch das Tor kaputt schoss – sein 20 Meter-Schuß mit gefühlten 200 km/h stellte den linken Pfosten vor eine echte Belastungsprobe. Vorher hatten bereits von Knebel (2), Brüning (12.) und Bork selbst (17.) gute Chancen, zudem hätte Correia Ca den Ball fast im eigenen Tor untergebracht (36.). Die Gäste kamen in der 26. Spielminute zu einer guten Möglichkeit, als eine Kunze-Flanke bis an den langen Pfosten durch rutschte, wo Istefo an den Ball kam, in letzter Sekunde aber entscheidend am Abschluss gestört wurde (26.). Die letzte Aktion der ersten Hälfte hatte Tomek Pauer, dessen Schuß das Tor knapp verfehlte (40.).

In der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild. Mehr Spielanteileund mehr Torchancen für unsere Elf, es fehlte nur das Tor, doch daran arbeitete unsere Elf. Lüneburg verfehlte zunächst knapp (47.). Nach einem Foul von Wolk an Nyarko ließ Schiedsrichter Kohn zunächst Vorteil laufen, von Knebel nutzte den Raum, schoß aber erneut knapp am Tor vorbei (51.). Die spielentscheidende Szene sorgte für viel Aufregung auf der Lüneburger Bank. Nachdem man sich bereits in der ersten Halbzeit äußerst unzufrieden mit den Entscheidungen des Schiedsrichters zeigte, machte die 57. Minute es nicht besser: Correia Ca ging gegen Evans Nyarko zu ungestüm zu Werke, es gab Elfmeter. Und diese Chance ließ sich der Meister des ruhenden Balls nicht entgehen – Rico Bork verlud Ole Springer im Tor des LSK und traf zur Führung.

Leider versäumten wir es, nachzulegen, so dass es noch einmal brenzlig wurde. Lars Huxsohl parierte einen Kopfball von Istefo erstklassig (69.), Ole Springer stand ihm in nichts nach und entschärfte einen von Knebel-Schuß ähnlich gekonnt (72.). Es war die letzte Aktion von Johann von Knebel, der danach mit einer Prellung ausgewechselt werden musste. In der Schlußphase ging es noch ein wenig hin und her, die großen Chancen blieben aber aus, so dass es beim verdienten 1:0 blieb.

Damit liegen wir nach 19 Spielen mit 31 Punkten auf Platz 6. Zum Vergleich: Letzte Saison hatten wir nach 28 Spielen 30 Punkte auf dem Konto – Wahnsinn!

Am kommenden Samstag geht es zum Heider SV, wo wir weitere Punkte sammeln können, um möglichst schon zur Winterpause den Klassenerhalt zu sichern.

Unsere Mannschaft:
Huxsohl – Bork, Bojadgian, Nuxoll, Kummerfeld – Koch – Brüning, von Knebel (74. Kobert), Nyarko, Keßner (62. Amamoo) – Lüneburg (84. Williams)

Tor:
1:0 Rico Bork (57., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Bork (7), von Knebel (1)

Zuschauer: 490