Herren

Verdienter Heimsieg gegen Hannover

Gegen Flensburg stimmte die Leistung, aber das Ergebnis nicht. Gegen Rehden stimmte das Ergebnis, aber die Leistung nicht. Heute stimmte beides: Mit einem über 90 Minuten verdienten 3:1-Sieg gegen den HSC Hannover wischte unsere Elf alle Negativgedanken der letzten Wochen endgültig weg.

Unter erschwerten Bedingungen kam unsere Mannschaft, anders als am Sonntag, von Beginn an gut in die Partie, hatte trotz strömenden Regens und nassem Platz eine richtig gute Passquote und die Partie gut im Griff. Nachdem Jordan Browns Abschluss zur Ecke geklärt wurde (7.)., waren alle Blicke auf Jan Lüneburg gerichtet. Zunächst scheiterte er zwei Mal per Kopf (8./12.), im dritten Versuch schepperte es: Nick Brisevac versuchte es per Fernschuss, der auf dem nassen Rasen aufsetzte und immer schneller wurde. HSC-Keeper Algermissen konnte den Ball nur nach vorne abklatschen, wo Jan Lüneburg im Stile eines Torjägers richtig antizipierte und den Ball an Algermissen vorbei ins Netz schob. Der 50. Regionalliga-Treffer unseres Mittelstürmers. Ein weiterer Treffer blieb ihm heute verwehrt, auch wenn er noch weitere Möglichkeiten hatte (24./31./42.). Zudem rettete Algermissen stark gegen Brown (39.). Mit dem Pausenpfiff erkämpfte sich der wie immer starke Marxen einen verloren gegangenen Ball zurück, konnte ihm aber aus spitzem Winkel nicht im Tor unterbringen.

„In der ersten Halbzeit haben wir bis auf eine Ausnahme ein überragendes Spiel gemacht“, zeigte sich Trainer Martens hochzufrieden mir seiner Elf. Die Ausnahme war ein Mißverständnis zwischen Keeper Huxsohl und Rechtsverteidiger Marxen, aus dem Hannovers Kapitän Bikmaz aber kein Kapital schlagen konnte. „Minuspunkt ist, dass wir den Sack da noch nicht zugemacht haben, zur Pause hätte es schon 2:0 oder 3:0 stehen können.“ HSC-Trainer Polomka hatte an der Leistung sener Männer in den ersten 45 Minuten zu knabbern. „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht ins Spiel gefunden und waren in den Zweikämpfen immer einen Schritt zu spät.“

„In der zweiten Halbzeit waren wir besser, aber nicht gut“, so der Hannoveraner Coach. „Dann holt uns Norderstedt ins Spiel zurück.“ Und das in Form eines Eigentores, als Rico Bork bei einem Klärungsversuch seinen eigenen Torwart überlistete (68.). Schon in den Minuten vorher wurde unsere Elf passiver und der Druck der Gäste nahm zu, so dass unser Trainer schon eine böse Vorahnung bekam. „Das war eine knifflige Situation die jeder kennt, wenn du die Chancen vorne vergibst und der Gegner das 1:1 macht und Aufwind kriegt. Daher bin ich sehr froh, dass wir mit einer Willensleitung das 2:1 machen, was aber sicherlich auch ein bißchen glücklich.“ Denn gerade, als die Gäste so richtig Oberwasser bekamen, fasste sich der in dieser Saison bislang oft glücklose Johann von Knebel ein Herz und traf mit einem abgefälschten Schuss unhaltbar zur erneuten Führung (76.). Den Schlußpunkt setzte der vier Minuten vorher eingewechselte Nathaniel Amamoo in seinem Comeback nach wochenlanger Verletzungspause. Michael Kobert lief seinem Gegner mit Ball am Fuß auf und davon und brachte die Kugel auf den in der Mitte lauernden Amamoo, der sich die Chance nicht entgehen ließ und den Deckel drauf machte (85.).


Unsere Mannschaft:
Huxsohl – Bork, Bojadgian, Nuxoll, Marxen – Koch – Brüning (89. Williams), von Knebel, Brisevac (81. Amamoo), Brown (c) – Lüneburg (50. Kobert)

Tore:
1:0 Jan Lüneburg (15.; Vorlage: Nick Brisevac)
1:1 Rico Bork (68., Eigentor)
2:1 Johann von Knebel (76.; Vorlage: Jordan Brown)
3:1 Nathaniel Amamoo (85.; Vorlage: Michael Kobert)

Gelb: keine

Zuschauer: 485

Damit rücken wir auf den achten Tabellenplatz vor. Am Sonntag treten wir um 15.00 Uhr beim VfB Oldenburg an.