Nachwuchs

U19 – Hitziges Spiel bei kaltem Wetter

Unsere U19 kam heute nachmittag nicht über ein Remis gegen den VfB Lübeck hinaus. Dabei ging es gut los für unsere Elf: nach fünf Minuten hatte man schon vier, fünf Eckbälle auf der Habenseite. Von Lübeck kam offensiv zunächst nicht viel, aber wenn, dann waren sie gefährlich. So wie nach einer knappen Viertelstunde, als ein Lübecker im Zweikampf mit Falk Schmidt als letztem Mann zu Fall kam. Die Lübecker forderten vehement einen Platzverweis für Schmidt wegen einer Notbremse – eine nachvollziehbare Forderung, doch wir hatten Glück und der Schiedsrichter ließ weiterspielen.

Kurze Zeit später wurde auf der anderen Seite Justin Elling im Strafraum gefoult – eine der wenigen Entscheidungen des Schiedsrichters, wo es keine zwei Meinungen gab. Den fälligen Strafstoß trat Emanuel Gstettner. Doch der eigentlich so sichere Schütze traf dieses Mal nicht, VfB-Torhüter Nico Heyden ahnte die Ecke und hielt den Ball. In der 37. Spielminute erzielte Justin Elling wie schon in den vergangenen Spielen mit einem sehenswerten Distanzschuß die Führung für unsere Jungs. In der Folge hatten wir zwar mehr vom Spiel und hätten die Führung sogar noch ausbauen müssen, konnten aber unsere Chancen nicht nutzen.

Während es in der ersten Halbzeit alles noch ganz gut aussah, entwickelte sich das Spiel in der zweiten Hälfte zu einer völlig zerfahrenen Partie. Jeglicher Spielfluss auf beiden Seiten kam abhanden, es wurde wirklich ständig irgendwas vom Schiedsrichter gefordert, jede Entscheidung – sogar Einwürfe – wurden sowohl von den Spielern als auch von außen kommentiert – und auch der Schiedsrichter hatte mit seiner undurchsichtigen Linie in der Zweikampfbewertung sicherlich nicht zur Deeskalakation beigetragen. So vor dem Ausgleich, als Malik Yago gefoult wurde und verletzt liegen blieb, der Schiedsrichter jedoch weiterlaufen lief – Shama Bako bedankte sich mit dem Tor zum 1:1 (53.).

Die Gemüter waren so aufgehitzt, dass sich Lübeck-Stümer Vico Dombrowski an der Seitenline eine verbale Entgleisung in Richtung unseres Trainers erlaubte – direkt vor den Augen und Ohren von Schiedsrichter Hiebert, der den Lübecker vom Platz stellte (76.). Was nahezu zwangsläufig für weitere Emotionen sorgte. Die wiederum hatte ein weiterer Lübecker nicht im Griff, der drei Minuten später wegen Nachtretens direkt vor den Augen des Schiedsrichter-Assistenten ebenfalls vorzeitig zum Duschen musste. Mit der doppelten Überzahl agierten unsere Jungs leider etwas überhastet, stellten sich nicht clever genug an und konnten daraus kein Kapital mehr schlagen – im Gegenteil, Hunter Stroble musste kurz vor Schluß sogar noch auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Keeper retten.