Herren

Nürnberger rettet Sieg gegen Jeddeloh

07.10.18 - Liga - Jeddeloh -Nürnberger_slider

Während seine Mitspieler bereits unter der Dusche standen, musste Nick Nürnberger auf dem Spielfeld noch Interviews geben. Der 21jährige, der vor der Saison von der U23 des VfL Wolfsburg kam, ersetzte unseren verletzten Stammkeeper Johannes Höcker und feierte ein beeindruckendes erstes Regionalliga-Spiel für uns. Besonders in den letzten 20 Minuten flogen ihm die Bälle nur so um die Ohren – doch Nürnberger blieb ruhig, souverän, griff beherzt zu und sorgte am Ende dafür, dass das 1:0 durch Sinisa Veselinovic bis zum Ende Bestand hatte.

„Die ersten 60 Minuten geht das 1:0 in Ordnung. Nachdem wir zwei zusätzliche Offensivkräfte brachten, hatten wir zahlreiche Chancen, wo der Torwart über sich hinauswächst“, lobte Gästetrainer Riebau unseren Schlußmann. „Wir hätten auf Grund der Vielzahl der Chancen ein Unentschieden verdient gehabt.“ Dabei unterschlug Riebau allerdings, dass seiner Mannschaft auch die ersten zehn Minuten des Spiels gehörten. Seine Spieler legten furios los, griffen mit ihrem Offensivpressing bereits unsere Innenverteidigung an und setzten unsere völlig neu zusammengestellte Defensive damit gehörig unter Druck. Neben Nürnberger ersetzte Marin Mandic in der Innenverteidigung Jannik Mohr, auf den Außen spielten Jordan Brown und Rico Bork für Juri Marxen und Jan-Philipp Rose und auf der Doppel-Sechs kamen Vico Meien und Johann von Knebel für den gesperrten Philipp Koch und Deran Toksöz zum Einsatz. Komplett wurde die Rochade durch Tayfun Can, der für den verletzten Mats Facklam spielte und insbesondere in der ersten Halbzeit eine richtig gute Leistung bot. Trotz des Pressings der Gäste und dass unsere Defensive so noch nicht eingespielt ist, hielt sie dem Druck stand. Nach etwa zehn Minuten konnte sich unsere Elf etwas befreien und ging kurz darauf in Führung – dachten wir. Nach einem Eckball von Rico Bork drückte Marcus Coffie das Runde zwar ins Eckige, doch Schiedsrichterin Susann Kunkel versagte dem Treffer die Anerkennung (15.) – angeblich hatte Torhüter Maaß die Hand am Ball. Auf der Gegenseite traf Lindemann mit einem Freistoß aus 20 Metern lediglich den Pfosten (19.).

Viel lief bei uns offensiv über den sehr agilen Tayfun Can, der die Jeddeloher Defensive wiederholt vor große Schwierigkeiten stellen und oftmals nur durch Fouls gebremst werden konnte. Jeddeloh verlegte sich aufs Kontern und hatte seine besten Möglichkeiten durch Ghawilu. Zunächst verschätzte sich Nürnberger beim herauslaufen, Ghawilu wollte den Ball über ihn hinweg ins Tor heben, doch unser Keeper wischte den Ball mit den Fingerspitzen ins Toraus (37.). Wenig später zwang ihn Ghawilu mit einem Distanzschuß zu einer Glanzparade (41.).

Die zweite Halbzeit begann mit einem Aufreger: Tönnies fiel im eigenen Strafraum und bekam dabei den Ball gegen die Hand – die Jungs in Rot-Weiß forderten Elfmeter, doch die Pfeife blieb stumm (52.). Sieben Minuten später sorgte unsere Torgarantie Sinisa Veselinovic für die Erlösung: nachdem er zunächst an der Strafraumkante zu lange vor dem Abspiel überlegte, bekam ein Jeddeloher Spieler den Fuß an den Ball. Johann von Knebel ging jedoch beherzt dazwischen, eroberte den Ball und leitete ihn im Straucheln zurück auf Veselinovic, der nur noch zur Führung einschieben musste (59.).

Jeddeloh reagierte und brachte mit Bennert und Laabs zwei frische Angreifer. Doch auch sie vermochten es nicht, Nürnberger zu bezwingen. Zunächst entschärfte er einen Lindemann-Freistoß samt Nachschuß (66.), dann rettete er gegen Oltmer (78.) und wiederum Lindemann (81.) sehenswert. Beim 20-Meter-Schuß von Bennert wäre auch unser Schlußmann geschlagen gewesen, doch der Ball ging Zentimeter am Pfosten vorbei (85.). Bei allem Offensivdrang der Gäste hatten wir noch gute Konterchancen, doch Felix Drinkuth traf nach toller Vorarbeit von Vico Meien den Ball nicht richtig (89.) und der eingewechselte Jan Lüneburg verpasste es mit einem 18-Meter-Schuß, der knapp drüber ging (90.+2), den Deckel drauf zu machen.

Tore:
1:0 Sinisa Veselinovic (59., Vorlage: von Knebel)

Unser Team:
Nürnberger – Bork (79. Rose), Coffie, Mandic, Brown (c) – Meien, von Knebel (73. Tosköz)- Can, Brisevac (88. Lüneburg), Drinkuth – Veselinovic

Gelbe Karte: Lüneburg

Zuschauer: 410