Herren

Kunze verdirbt perfekte Woche!

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Es war eine kuriose Statistik: in vier Jahren Regionalliga endeten Spiele zwischen Norderstedt und Lüneburg immer Unentschieden oder mit einem 2:0-Sieg des jeweiligen Gastgebers. Das sollte sich heute ändern. 671 Zuschauer fanden den Weg ins Stadion in der Hoffnung, ihre Mannschaft würde ähnlich souverän wie unter der Woche beim 3:1-Sieg gegen den HSV agieren. Doch das gelang nicht. „Der ein oder andere Spieler ist nicht an seine Leistung vom Mittwoch rangekommen“, musste Eintracht-Coach Heyne eingestehen. „Von daher geht der Sieg in Ordnung.“

Der Spielverlauf spielte unseren Gästen dabei in die Karten. Bereits nach fünf Minuten wurde Bork von zwei Gegenspielern unter Druck gesetzt und verlor den Ball an Sakai, der auf den stets gefährlichen Vobejda passte. Dessen Hereingabe landete auf dem Fuß von Kunze, der aus elf Metern noch am glänzend reagierenden Höcker scheiterte. Der Abpraller landete jedoch vor den Füßen von Kobert, der zur Führung einschob (5.). „Es ist äußerst ärgerlich, dass das Tor aus einem Fehlpass im Spielaufbau entstand“, sagte Heyne und nahm damit Bezug auf die vergangenen Wochen, in denen vielen Gegentore auf diese Art entstanden sind. Und die Gäste spielten weiter. Ghandour fand die Lücke für Kobert, dessen Schuss aus halbrechter Position noch kurz vor der Linie versprang und links vorbei ging (30.), Vobejdas Flanke vom rechten Flügel landete auf den Kopf von Sakai, dessen Kopfball aus fünf Metern Höcki mit einer Hand noch von der Linie wischte (38.).

Während Nick Brisevac heute gegen seinen direkten Gegenspieler Goson Sakai nicht so wie gewohnt zum Zuge kam, musste Felix Drinkuth verletzungs-bedingt passen, er klagte nach dem HSV-Spiel über ein angeschwollenes Knie. Der Heilungsverlauf lässt allerdings hoffen, dass er am kommenden Wochenende in Drochtersen wieder auflaufen kann.  Wenn aus dem Spiel heraus wenig läuft, beruft man sich gerne auf Standard-Situation. So Bork, der nach Foul von Ghandour an Veselinovic aus 25 Metern einen Freistoß in die Mitte trat. Meiens Kopfball konnte Springer noch mit den Fußspitzen parieren, doch von dort drehte sich der Ball zum Ausgleich ins Netz (40.). Glückwunsch an Vico zu seinem ersten Regionalliga-Tor!

Unsere Jungs kamen deutlich selbstbewußter aus der Kabine, mussten aber nach 59 Minuten erneut eine kalte Dusche hinnehmen. Vobejda setzte sich auf links durch und schlug den Ball in die Mitte, unsere gesamte Hintermannschaft übersah dabei den aufgerückten Kunze, der am langen Pfosten den Ball zur erneuten Führung einschob.

Bis auf wenige Entlastungsangriffen, größtenteils durch den eingewechselten Sen, gehörte die letzte halbe Stunde unserer Mannschaft. Eine Flanke von Brisevac nahm Mats Facklam sehenswert an wurde aber im Abschluss entscheidend gestört (63.).

Juri Marxen schaltete sich auf der rechten Außenbahn immer mehr in die Offensive ein, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel am nahezu beschäftigungslosen Ole Springer (77.).  Auch als Vorbereiter hatte Marxen nicht mehr Glück: seine Vorarbeit traf Facklam nicht voll, der Ball ging knapp neben das Tor (82.). In der Schlußphase erhöhte Norderstedt den Druck, Höcki verbrachte die letzten Minuten des Spiels fast ausschließlich in der Gästehälfte, doch ein Tor wollte uns nicht mehr gelingen.

„Es war ein gutes Regionalliga-Spiel. Unser Sieg ist auf Grund der ersten Halbzeit verdient, in der zweiten Halbzeit war das Spiel viel ausgeglichener“, fasste LSK-Coach Zobel die Partie zusammen und sah das Spiel damit ähnlich wie sein Gegenüber.

 

Tore:
0:1 Michael Kobert (5.)
1:1 Vico Meien (40.; Vorlage: Bork)
1:2 Marian Kunze (59.; Vorlage: Vobejda)

Unser Team:
Höcker – Bork (66. Mandic), Rose, Coffie, Marxen – Koch (c) (76. von Knebel), Meien (64. Toksöz) – Choi, Brisevac, Facklam – Veselinovic

Gelb: Coffie (1), Toksöz (1)

Zuschauer: 671