Herren

Remis gegen Lübeck

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Serien haben bei uns ja lieb gewonnene Tradition. Eine dieser Serien heißt: Bei Spielen gegen Lübeck gewinnt nie die Auswärtsmannschaft. Das sollte sich auch heute nachmittag nicht ändern, was wir am Ende unserem Keeper Johannes Höcker zu verdanken haben, der in den Schlußminuten mehrfach sensationell rettete. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen: Es war mehr drin, die Chancen waren da und hätte der Schiedsrichter in der 15. Minute, als Felix Drinkuth bei einem Kopfballversuch klar gestoßen wurde oder als Juri Marxen wenig später im Strafraum einen Tritt abbekam, sich allerdings nicht fallen liess sondern weiterspielte, auf den Punkt gezeigt, wer weiß wie das Spiel ausgegangen wäre.

Unsere Jungs zeigten sich jedenfalls hervorragend auf das Spiel vorbereitet und gingen das hohe Tempo des Aufstiegsfavoriten sofort mit. Nach einer Viertelstunde flankte Facklam von der linken Seite in den Strafraum, in der Mitte bekam Drinkuth von Matovina einen klaren Schubser – doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb zur Überraschung der Zuschauer aus. Doch bereits vier Minuten später gingen unsere Jungs kurios in Führung. Getreu dem Motto „der Stürmer ist der erste Verteidiger“ lief der sehr fleißige Veselinovic Lübeck-Keeper Gommert früh an. Der machte den Fehler und wollte unseren Stürmer aussteigen lassen, doch Sini bekam den Fuß dazwischen, luchste Gommert den Ball ab und schon ihn schob zur Führung ins leere Tor ein (19.). Bitter: Gommert fiel bei dieser Aktion unglücklich und kugelte sich die Schulter aus. Nach längerer Behandlungspause wurde er unter dem aufmunternden Beifall aller 917 Zuschauer ausgewechselt und durch Schuchardt ersetzt. Gute Besserung, Benny!

Der frisch eingewechselte Schuchardt wurde um ein Haar von Nick Brisevac düpiert, der nach einem Ballgewinn im Mittelfeld aus 60 Metern das Leder über den weit vor seinem Tor stehenden Keeper heben wollte, das Tor aber knapp verfehlte (29.). Unsere Jungs setzten weiter auf Angriff, doch Schuchardt entschärfte die Versuche von Marxen (39.) und Facklam (41.). Auf der Gegenseite hielt Höcki gegen Franziskus (43.) und Arslan (45.+3) seinen Kasten sauber, so dass wir mit einer 1:0-Führung im Rücken in die Pause gingen.

„Wir spielen eine sehr gute erste Halbzeit und waren sehr, sehr fleißig gegen den Ball. Wir sind auch gut aus der Halbzeit gekommen und haben eine Druckphase“, befand Trainer Heyne und spielte damit auf Chancen von Drinkuth (46./49.) und Meien (46.) an. Die folgende Flanke von Marxen wurde jedoch geblockt, Lübeck schaltete schnell um. Arslan schickte mit einem langen Ball Franziskus auf dem linken Flügel steil, dessen Querpass in die Mitte Sezer, der völlig frei vor dem Tor stand, nur noch einschieben musste (51.). Entsprechend fiel der zweite Teil des Fazits unseres Trainers aus. „Ich ärgere mich maßlos darüber, dass elf Spieler zum Ball gucken und nicht sehen, dass einer mutterseelenallein steht. Das macht mich wahnsinnig. Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon gesagt habe, dass man auch bei eigenem Ballbesitz eine Verantwortung hat, seine eigenen Reihen zu ordnen,“ regte sich Heyne auf. Doch seine Mannschaft zeigte eine Reaktion. Facklam verzog knapp (52.), Schuchardt hielt Veselinovic‘ Kopfball fest (61.). Doch von da an spielten vorrangig die Hansestädter. Höcker parierte stark gegen Sezer (58.), Franziskus knallte einen Freistoß ans Lattenkreuz (71.). Und plötzlich brannte es im Norderstedter Sechzehner lichterloh – Höcki parierte erst einen Distanzschuß von Matovina großartig, hielt dann auch noch die Nachschüsse von Sezer und Franziskus aus kurzer Distanz, ehe Schiedsrichter Lüddecke die Partie abpfiff.

 

Tore:
1:0 Sinisa Veselinovic (19.)
1:1 Cemal Sezer (51.)

Unser Team:
Höcker – Bork, Mandic, Coffie, Marxen – Koch (c), Meien – Facklam (79. Choi), Brisevac (90. von Knebel), Drinkuth – Veselinovic (85. Lüneburg)

Gelbe Karten: Brisevac (2), Mandic (2), Bork

Zuschauer: 917