Herren

Remis gegen Werder Bremen

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Vor dem Spiel hätte wohl jeder ein Unentschieden gegen Werder Bremen unterschrieben. Nach dem Spiel muss man konstatieren: da war heute deutlich mehr drin als ein 1:1 gegen die U23 von Werder Bremen. Während sich die erste Hälfte zwischen den Strafräumen abspielte und nur zwei nennenswerte Torchancen durch Young (20.) für Werder sowie durch Brisevac (31.) für unsere Elf hatte, nahm die Partie in Halbzeit zwei deutlich an Fahrt auf.

So ganz einig waren sich beide Trainer über den Spielverlauf am Ende allerdings nicht. Während Dirk Heyne es so sah, dass wir „das Spiel schnell in den Griff bekommen haben ohne groß in Bedrängnis zu geraten“, sah sein Gegenüber seine eigene Mannschaft im Vorteil. „50 Minuten lang haben wir das Spiel unter Kontrolle gehabt“, befand Werder-Coach Sven Hübscher. Dann wurde Isiah Young vom Platz gestellt, nachdem er zunächst von Rico Bork gefoult wurde. Ein eher harmloses Foul, sollte man meinen. Für Young Grund genug, Bork zu beleidigen, was der direkt neben ihm stehen Schiedsrichter Florian Pötter nicht überhören konnte und mit einem Platzverweis ahndete. „Der Platzverweis hat uns ein wenig aus der Bahn geworfen“, fuhr Hübscher fort. In der Folge waren die Bremer unsortiert, Eintracht übernahm die Kontrolle über das Spiel und spielte dabei so, wie man es tut, wenn man in Überzahl ist. Klug, konzentriert, abwartend, immer auf der Suche nach der Lücke. Die fand Kangmin Choi, der einen langen Ball per Kopf zu Nick Brisevac verlängerte. Unser Neuzugang zog einen kurzen Sprint an und schob den Ball an Keeper dos Santos Haesler vorbei zur von den 545 Zuschauern umjubelten Führung (63.).

„Wir wollten nach dem Tor sicher spielen und unnötige Ballverlust vermeiden“, ärgerte sich Heyne. Denn anstatt das Spiel nach Hause zu fahren, gab es plötzlich zu viele leichte Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung, die unseren Spielfluss hemmten und den Gegner stark machten. So stark, dass Joshua Bitter auf der linken Abwehrseite geschickt wurde und bis zur Grundlinie durchstieß. Seine Hereingabe fand Joshua Sargent, der an der kurzen Ecke stehend den Ball an Johannes Höcker vorbei zum Ausgleich ins Netze legte (78.). In der Schlußphase wurde es noch einmal spannend – Nick Brisevac hatte nach einer tollen Kombination mit Felix Drinkuth freie Schußbahn, die Zuschauer hatten den Torschrei schon auf den Lippen, doch der Ball ging Millimeter am langen Pfosten vorbei ins Toraus (88.), so dass es beim 1:1 blieb. Hübscher zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Die Mannschaft hat sich nochmal aufgerichtet, weshalb ich ihr ein großes Kompliment machen muss. In Unterzahl die weiten Wege zu gehen, sich gegen die Niederlage zu stemmen und am Ende noch den Treffer zu erzielen, ist nicht einfach. Wir nehmen den Punkt heute gerne mit. Aufgrund der Umstände ist es für uns ein gewonnener Zähler.“ Und auch unser Trainer konnte dem Spiel noch etwas Positives abgewinnen. „Hätte mit vor dem Spiel einer gesagt, dass wir gegen Bremen unentschieden spielen, hätte ich das sofort unterschrieben. Es ist schade, dass wir einen Fehler machen und der dann sofort drin ist. Ich denke aber, dass das Ergebnis im Großen und Ganzen in Ordnung geht.“

Tore:
1:0 Nick Brisevac (63., Vorlage: Choi)
1:1 Joshua Sargent (78.)

Unser Team:
Höcker – Bork (75. Rose), Mandic, Coffie, Brown (c) – Koch, Toksöz – Choi (81. Can), Brisevac, Drinkuth – Veselinovic (60. Lüneburg)