Herren

Die bessere Mannschaft hat heute verloren

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„In der ersten Halbzeit waren wir schlecht, in der zweiten katastrophal.“ Was klingt, wie das bittere Resümee eines Verlierers, waren die Worte von Rehden-Coach Muzzicato nach dem 2:1-Sieg seiner Mannen gegen unsere Eintracht. Der Coach der unterlegenen Mannschaft hatte dagegen nicht viel auszusetzen. „Ich kann meiner Mannschaft nur den Vorwurf machen, dass wir aus unserer spielerischen Überlegenheit und den Chancen nichts gemacht haben“, sagte Dirk Heyne enttäuscht über ein Ergebnis, das den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellt.

Eintracht kontrollierte zunächst das Spiel, ließ kaum etwas zu und kam insbesondere über die sehr agilen Außen Brown/Drinkuth sowie Bork/Choi zu guten Offensivaktionen. Drinkuth (5.) und Choi (9., 22.) hätten schon nach einer halben Stunde für einen positiven Spielverlauf sorgen können, ehe Philipp Koch in der 31. Minute mit seinem strammen Schuß aus 16 Metern Sygo zu einer Glanztat zwang. Erst nach über einer halben Stunde kamen die Gastgeber erstmals gefährlich nach vorne. Zu diesem Zeitpunkt führte Rehden allerdings nach einem krassen Missverständnis in unserer Abwehr bereits mit 1:0. Marcus Coffie wollte den Ball zurück in die Arme von Höcki köpfen, der wiederum wollte den Ball direkt fangen, so dass der Kopfball von Coffie am Keeper vorbei ins eigene Tor ging (5.). Das spielte Rehden natürlich in die Karten, die hinten dicht machten und dann mit schnellem Spiel nach vorne immer wieder Menga und Sembolo suchten.

Sembolo war es auch, der als erste Höcker zu einer Glanztat zwang: seinen Abschluss aus fünf Metern drehte Höcker um den kurzen Pfosten. In der 39. Minute zog Höcki dann aber den Kürzeren: Becker flankte von der linken Seite, am Fünf-Meter-Raum verlor Mandic Sembolo aus den Augen, der den Ball an Höcker vorbei ins Tor schob. Damit war die Partie völlig auf den Kopf gestellt.

Heyne reagierte und brachte nach einer Stunden den offensiveren Johann von Knebel für Philipp Koch, doch die Rehdener Defensive hielt. Bis zur 67. Minute, als Rehden einen Ball direkt vor die Füße von Felix Drinkuth klärte, der einfach mal aus 16 Metern draufhielt und traumhaft in den Winkel traf. War hier noch was drin für Eintracht? Leider nicht. Mit Jan Lüneburg kam ein zusätzlicher Stürmer, die letzten 20 Minuten fanden praktisch nur im letzten Drittel statt, doch unsere Abschlüsse waren zu unplatziert. Und wenn doch mal einer durch kam, war Rehdens neuer Torhüter Rico Sygo in seinem Regionalliga-Debüt zur Stelle und rettete für sein Team das 2:1. Als Schiedsrichter Fleddermann nach 94 Minuten die Partie abpfiff, brach in Rehden Jubel aus, während unsere Jungs die Welt nicht mehr verstanden. „Uns geht es beschissen“, konstatierte Dirk Heyne nach der Niederlage. Und auch sein Gegenüber Benedetto Muzzicato musste zugeben: „Die bessere Mannschaft hat heute verloren.“

Tore:
1:0 Marcus Coffie (5., Eigentor)
2:0 Francky Sembolo (39.)
2:1 Felix Drinkuth (68.)

Unsere Mannschaft:
Höcker – Bork (77. Lüneburg), Mandic, Coffie, Brown (c) – Koch (58. Lüneburg), Toksöz – Choi, Brisevac, Drinkuth – Veselinovic