Herren

Knappe Niederlage gegen Magdeburg

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„Das war deutlich besser als gestern gegen Halberstadt“, resümierte Dirk Heyne nach dem Spiel. Einzig mit den ersten fünf Spielminuten war der Coach nicht einverstanden. „Da sind wir zu schlafmützig, obwohl wir wussten das Magdeburg gleich voll draufgehen wird. Das frühe Gegentor war sehr ärgerlich.“ Es sollte bei optimalem Fußball-Wetter, das einzige bleiben, was ärgerlich war.

Denn unsere Mannschaft verkaufte sich gegen den Zweitligisten teuer. Natürlich war Magdeburg optisch die deutlich bessere Mannschaft. Natürlich spielte sich das Geschehen vorrangig in unserer Hälfte ab. Und natürlich hatte Magdeburg deutlich mehr Ballbesitz. Allerdings warfen sich unsere Jungs nach der Anfangsattacke der Magdeburger voll dagegen und lieferten dem Zweitligisten ein intensives Spiel. Unsere Defensivabteilung – Rico Bork auf der linken Seite, Jordan Brown rechts sowie Jan Novotny und Testspieler Cornel Schiopu in der Innenverteidigung – ließen kaum zu. Und was durchkam, stand mit Johannes Höcker ein zuverlässiger Keeper in Top-Form im Kasten. Umso schwerer hatte es unsere Offensive, die sich redlich mühte, aber kaum zur Entfaltung kam. Richtig gefährlich wurden wir in der ersten Halbzeit nicht.

Die Magdeburger legten los wie die Feuerwehr – zunächst konnte Höcki noch gegen Türpitz mit den Fäusten retten (2.), doch nach einem Fehler im Aufbauspiel traf Magdeburgs Kapitän Christian Beck zur frühen Führung (3.). In der Folgezeit stand unsere Defensive sicher, erst in der 32. Minute kam Magdeburg zur nächsten Chance – Philipp Koch, der heute als Kapitän auflief – rettete gegen einen Kopfball von Richard Weil auf der Linie. In Halbzeit zwei kam von unseren Jungs auch nach vorne etwas mehr – das gab dem FCM Raum für Möglichkeiten. Ein Schuß aus der zweiten Reihe ging knapp drüber (53.), Temp traf mit einem Seitfallzieher nur das Außennetz (55.). Fast im Gegenzug wird Tayfun Can lang geschickt, Torhüter Jasmin Fejzic läuft weit aus seinem Tor heraus und klärt knapp vor unserem Angreifer. Nachdem wir vier mal wechselten, konnte sich Magdeburg mit seinem hohen Pressing weitere Chancen erarbeiten – zunächst verpasst Beck knapp (68.), dann rettet Höcki zwei mal bärenstark gegen Temp (66.) und Berisha (70.), ehe er sich doch geschlagen geben muss. Philip Türpitz trifft den Ball nach einem Eckball optimal, mit gefühlten 200 km/h rauscht die Kugel an Höcki vorbei ins Netz. Toller Schuß, absolut unhaltbar. Und was machten unsere Jungs? Sie antworteten. Und wie. Nick Brisevac fand eine Lücke in der Magdeburger Abwehr, steckte durch auf Sinisa Veselinovic, der noch zwei Schritte mit dem Ball ging und im Stile eines Top-Stürmers den Ball lässig vorbei an Fejzic zum 1:2-Anschlußtreffer ins Netz schob (74.). Norderstedt versuchte nun noch den Ausgleich zu erzielen – es blieb jedoch beim Versuch, Magdeburg stand hinten gut und ließ nichts mehr zu. Auf Grund der Torchancen und des deutliche Feldvorteils natürlich ein verdienter Sieg für den Zweitligisten, aber unsere Jungs haben eine Top-Leistung gegen einen starken Gegner gezeigt. Darauf lässt sich aufbauen!

 

1.FC Magdeburg – Eintracht Norderstedt 2:1 (1:0)

Tore:
1:0 Christian Beck (3.)
2:0 Philip Türpitz (72.)
2:1 Sinisa Veselinovic (74., Vorlage: Nick Brisevac)

Unsere Mannschaft:
Höcker – Bork, Schiopu (80. Rose), Novotny (65. Schrage), Brown (80. Marxen) – Koch (c), Toksöz (66. Meien) – Can (65. Veselinovic), Brisevac, Drinkuth (80. Stannis) – von Knebel (42. Choi)