Herren

Niendorf legt Protest ein

Gestern Nachmittag konnten wir uns mit einem 6:4 nach Elfmeterschießen beim Niendorfer TSV Fußball durchsetzen. Nun hat das Spiel ein Nachspiel. Denn nach Informationen von Fussifreunde Hamburg und hafo.de, hat der NTSV Protest gegen die Spielwertung eingelegt.

Stein des Anstoßes ist der Einsatz von Philipp Koch, der am Samstag beim Spiel in Flensburg eine Rote Karte gesehen hat und derzeit gesperrt ist.

Liga-Obmann Olaf Bösselmann stellt allerdings klar, dass sich der Verein vorher abgesichert, dass einem Einsatz von Philipp Koch nichts im Wege steht. „Es kommt auf die Gründe der Sperre an. Bei einer Tätlichkeit würde die Sperre auch überregional gelten. Aber bei einem Foulspiel, wie im Fall von Philipp Koch, gilt die Sperre nur für Pflichtspiele des NFV“, sagte er gegenüber den Fussifreunden. Damit wäre er spielberechtigt gewesen.

Die Spielordnung des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) macht allerdings keinen Unterschied zwischen der Art des Platzverweises: „Sperrstrafen auf der Ebene des NFV bewirken ein Spielverbot auch für Pflichtspiele im Landesverband.“ Heißt: ein Platzverweis in der Liga bedeutet gleichzeitig eine Sperre für Pflichtspiele im HFV.

Grund genug für Niendorf, Protest einzulegen. NTSV-Manager Marcus Scholz gegenüber HAFO.de: „Nach eingehender Beratung haben wir uns entschlossen, Protest gegen die Pokalniederlage gegen Eintracht Norderstedt einzulegen und ein entsprechendes Fax an das Verbandsgericht geschickt. Wir sind keine Freunde außersportlicher Lösungen und wollen immer den fairen, sportlichen Weg auf dem Platz gehen. Der Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers ist allerdings nicht fair – zumal der besagte Spieler auch noch spielentscheidend war.“

Olaf Bösselmann entgegnete: „Sie können gerne Protest einlegen. Ich kann dazu nur sagen: Wir würden nicht einen Spieler einsetzen, wenn wir nicht sicher gewusst hätten, ob er spielen darf oder nicht. Wir haben uns im Vorfeld ja mit der Thematik auseinandergesetzt.“

Nun wird also erneut das Verbandsgericht entscheiden

[Quelle: FussiFreunde Hamburg / hafo.de]